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Neuer Schwung für die Wehrmühle

Mühlengelände im Wald: Links neben dem einstigen Verwaltungsgebäude mit dem später hinzugefügten Stuck stand die eigentliche Mühle. Der jetzige Besitzer hat vor, auch umliegende Flächen in eine sinnvolle Nutzung für alle Beteiligten einzubeziehen.F
Mühlengelände im Wald: Links neben dem einstigen Verwaltungsgebäude mit dem später hinzugefügten Stuck stand die eigentliche Mühle. Der jetzige Besitzer hat vor, auch umliegende Flächen in eine sinnvolle Nutzung für alle Beteiligten einzubeziehen.F © Foto: MOZ/Olav Schröder
Olav Schröder / 03.02.2017, 07:00 Uhr
Biesenthal (MOZ) Etwa einen Kilometer nördlich von Biesenthal liegt in einem Talkessel an der Finow eine Mühlenanlage. Ihre Anfänge reichen mindestens bis in das 14. Jahrhundert zurück. Der Biesenthaler Michael Hecken bemüht sich, einzelne Flächen um die Wehrmühle zu entwickeln.

Dass die Geschichte an der Wehrmühle nicht vorbeigegangen ist, lässt sich unschwer erkennen. Von dem eigentlichen Mühlengebäude sind nach einem Feuer Anfang dieses Jahrhunderts nur noch Reste erhalten. Stattlich - und an dieser Stelle, mitten in der Natur, durchaus überraschend - erscheint das einstige Verwaltungsgebäude wie ein Herrenhaus. Der Grund: Vor mehr als hundert Jahren wurde es zu einer Villa umgebaut und erhielt eine aufwendige Stuckfassade. Hinter ihr hatte Michael Hecken vor zehn Jahren einen Neubau errichtet, den er unter anderem für die privaten Kunst-Ausstellungen "Art Biesenthal" nutzte.

Die Pläne, auch weitere Flächen mit in die Entwicklung des Wehrmühlenareals einzubeziehen, sind für Michael Hecken nicht neu. Etwa ein Jahr zurück liegt die Idee, ganzjährig bewohnbare Wochenendhäuser zu errichten. Ihre Wohnfläche auf großzügig bemessenen Grundstücken mit viel Grün sollte 50 Quadratmeter nicht übersteigen.

Von diesen Überlegungen hat er zwischenzeitlich Abstand genommen. Statt dessen soll für zwei Flächen westlich und östlich der Wehrmühle eine Bauleitplanung aufgestellt werden. Dabei handelt es sich zum einen um das mit einem abrissreifen Gebäude bebaute Grundstück Wehrmühlenweg 5 und eine sich nördlich anschließende unbebaute und 6000 Quadratmeter große Fläche. Zum anderen soll auch der Bereich östlich der Wehrmühle mit 2800 Quadratmetern bis einschließlich des Grundstücks Wehrmühlenweg 11 mit knapp 3800 Quadratmetern einbezogen werden. Die Landesplanung habe bereits schriftlich mitgeteilt, dass für beide Bereiche keine Widersprüche zu den Zielen der Raumordnung bestehen.

In der künftigen Bauleitplanung soll nicht mehr von der konkreten Wochenendhausnutzung ausgegangen werden. Als Art der baulichen Nutzung wird nun "Wohnen und Freizeitwohnen" angegeben, wobei die Errichtung von zwei Vollgeschossen möglich sein soll. In der Siedlung rund um die Wehrmühle überwiege bereits die Wohnnutzung.

Eine Wochenendnutzung sei weiterhin vorgesehen. Was konkret umgesetzt werden soll, dass hänge von den Vorgaben ab, die durch die weitere Bauleitplanung festgelegt werden, soweit die Stadtverordneten dem Verfahren denn zustimmen, sagt Michael Hecken und fügt hinzu: "An einer sinnvollen Nutzung für alle Beteiligten, so wie dies die ursprüngliche Planung als Ziel hatte, soll festgehalten werden. Sie wird lediglich kompakter ausfallen und auch näher an die Mühle heranrücken."

Während der Hauptausschuss der Biesenthaler Stadtverordnetenversammlung seine Zustimmung zu der Vorlage signalisierte, hielt sich der Bauausschuss in seinem Votum noch zurück. Wie es in dem Beschlusstext heißt, empfiehlt der Ausschuss mit dem Hinweis auf die Erarbeitung eines Leitbildes für die Stadt Biesenthal vorerst noch die Zurückstellung der Entscheidung. Der Antrag steht jedenfalls auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung am 9. Februar um 19 Uhr in der Grundschule am Pfefferberg.

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