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Kai-Uwe Krakau 25.03.2017 06:50 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

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TZMO auf Erfolgskurs

Biesenthal (MOZ) Die ZukunftsAgentur Brandenburg (ZAB) hat bisher 259 Unternehmens-Projekte im Barnim betreut. Damit waren 1100 Arbeitsplätze sowie ein Investitionsvolumen von 308 Millionen Euro verbunden.

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Im Gespräch: Zum Termin war auch der Vorstandsvorsitzende der Unternehmensgruppe, Jaroslaw Jozefowicz (2.v.l.), gekommen.

© MOZ/Sergej Scheibe

Diese erfolgreiche Zwischenbilanz zog ZAB-Geschäftsführer Steffen Kammradt bei einem Besuch der TZMO Deutschland GmbH in Biesenthal. Das Unternehmen war von der Wirtschaftsfördergesellschaft des Landes bei der Erweiterung der Logistik-Kapazitäten betreut worden. Darüber hinaus informierte Kammradt über die Umbenennung in Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) zum 10. April. Die Gesellschaft bündelt damit ihre Dienstleistungen für die Wirtschaft in sechs kompakte Servicepakete. Zu dem Gespräch waren auch der Vorstandsvorsitzende des Mutterkonzerns TZMO SA, Jaroslaw Jozefowicz, sowie die Direktorin des Außenhandel-Büros, Malgorzata Grzymowicz, nach Biesenthal gekommen.

Kammradt bezeichnete den Barnim als "starke Brandenburger Wirtschaftsregion vor den Toren der Hauptstadt". Die gute Zusammenarbeit zwischen ZukunftsAgentur und der Wito als lokalem Partner sei ein bedeutender Vorteil in der Investorenakquisition und der Bestandsentwicklung. "Die vielfältige Unternehmenslandschaft und die hohe Lebensqualität im Barnim sind wichtige Faktoren im Standortmarketing", betonte Kammradt.

Dem Biesenthaler Unternehmen bescheinigte der Wirtschaftsförderer eine "phantastische Entwicklung". TZMO bedeute für ihn Hightech, so Kammradt. Die hergestellten Produkte hätten ein hohes Niveau und würden am Markt angenommen, sagte der ZAB-Geschäftsführer.

Die Firma unterhält an der Waldstraße ein modernes Logistik- und Schulungszentrum. Täglich erreichen zehn bis zwölf Lastkraftwagen das rund 24 000 Quadratmeter große Gelände. In vier Lagerhallen erfolgt die Kommissionierung für die Kunden. Im Programm sind Inkontinenzhilfen der Marke Seni, Körperpflegeprodukte (Seni Care) sowie medizinische (Matopat) und Hygiene-Artikel (Bella). Das Unternehmen hat 125 Mitarbeiter, rund 15 000 Kunden und verfügt über insgesamt 500 Produkte.

Zum Mutterkonzern TZMO SA gehören insgesamt 58 Unternehmen mit 7800 Beschäftigten. Produziert wird unter anderem in Ungarn, den Niederlanden und Indien. Der Verbund ist in 80 Märkten tätig und wurde bereits 1951 gegründet.

"Wir haben im vergangenen Jahr gute Ergebnisse erzielt", hob Daszynski hervor. Die Marktanteile würden stetig steigen, bei der Marke Seni lägen sie bei rund 25 Prozent. Den Umsatz von TZMO Deutschland gab er mit 75 Millionen Euro an. In Ländern, in denen man bisher noch mit Partnern zusammenarbeitet, sollen nach Angaben des Geschäftsführers künftig eigene Strukturen aufgebaut werden. Dies sei beispielsweise in Italien und England vorgesehen, so der Geschäftsführer.

Für dieses Jahr kündigte Daszynski den Bau einer weiteren Logistikhalle an. Dafür habe man ein rund 25 000 Quadratmeter großes Nachbargrundstück gekauft, hieß es. Der Bebauungsplan sei bereits von der Stadtverordnetenversammlung Biesenthal bestätigt worden. Die Fertigstellung ist im Frühjahr 2018 geplant. Darüber hinaus soll auch ein neues Verwaltungsgebäude errichtet werden. Das Investitionsvolumen beträgt sechs Millionen Euro. "In den nächsten fünf Jahren werden wir rund 30 neue Arbeitsplätze schaffen", kündigte der Geschäftsführer an. In der Diskussion sei auch, einen Teil der Produktion nach Biesenthal zu verlagern. Dann würden weitere Mitarbeiter benötigt, hieß es.

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