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Roland Becker 21.04.2017 06:20 Uhr
Red. Hennigsdorf, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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In alle Ecken der Ofenstadt geschaut

Velten (HGA) Es hat ihn gepackt: Ingo Pahl erkundet sein Oberhavel auf ganz spezielle Weise und sozusagen zum Nutzen aller: Mit Kamera und Drohne ausgerüstet ist der Marwitzer immer auf der Suche nach Filmmotiven. In diesen Wochen sieht man ihn vor allem in Velten.

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Der dritte Film: Nach Oberkrämer und Hennigsdor filmt der Marwitzer Ingo Pahl nun in Velten.

© MZV

"Heute früh war ich gerade im Businesspark unterwegs", plaudert der Senior zur Begrüßung am Telefon. Schnell spürt der Gesprächspartner, wie viel Spaß es dem Marwitzer macht, das benachbarte Velten unter die Lupe oder besser gesagt in die Linse zu nehmen. "Das Material für den 20-minütigen Film habe ich schon fast zusammen", verrät er mit einem Schuss Stolz in der Stimme. Und vor allem freut er sich: Der Velten-Streifen ist bereits nach denen über die Oberkrämer-Dörfer und Hennigsdorf sein dritter Heimatfilm. Zustande kam der Kontakt mit dem Veltener Rathaus, nachdem in dieser Zeitung sein Beitrag über Hennigsdorf vorgestellt worden war. Damals sagte Pahl, dass er schon oft gebeten worden sei, solch ein kleines Kunstwerk auch von Velten zu drehen. Stadtsprecherin Ivonne Pelz las es und rief postwendend bei Pahl an. Der war ganz begeistert. Nachdem er mit dem Hennigsdorfer Rathaus keine guten Erfahrungen gemacht hatte, fühlte er sich in Velten sofort willkommen. "Wir haben uns zusammengesetzt und beraten, wie der Film werden soll", erinnert er sich an die Zusammenkunft mit Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD).

"Velten ist gut angebunden." Dieser kurze Satz ist für Pahl der Ausgangspunkt für den Film. Mit Bildern aus der Vogelperspektive von der Autobahn, dem Bahnhof "und dem Bus vor der Tür" samt einem Abstecher zum Tegeler Flughafen will Pahl zeigen, wie schnell die Ofenstadt zu erreichen ist. Nur eines blieb ihm verwehrt: Auch seine Drohne konnte keine S-Bahn auf Veltener Gemarkung ausfindig machen.

Ob die einzelnen Wohngebiete, die Schulen oder auch das Rathaus - jeder Veltener wird in bewegten Bildern seinen Kiez und das ihm vertraute Zentrum wiederfinden. Dass es Pahl durchaus versteht, auf versteckt geäußerte Kritik zu reagieren, zeigt er mit einem Schwenk auf die Gotteshäuser der Stadt. Im Hennigsdorf-Film hatte er die Kirchen noch außen vor gelassen.

Auch in den Museen an der Wilhelmstraße hat sich der Hobbyfilmer umgeschaut. Jetzt möchte er deren Leiterin Nicole Seydewitz noch dazu überreden, die erläuternden Sätze zu sprechen. Gleich gegenüber den Museen befindet sich mit der BOS Keramik von Dr. Karl-Ernst Kraack die letzte Firma, die noch an der Veltener Tradition des Kachelbrennens festhält. Auch hier war Pahl mit seiner Kamera unterwegs und fing den Produktionsprozess ein.

"Ich warte noch das Hafenfest im Mai ab, wegen des schönen Feuerwerks", verrät Pahl. Dann aber muss alles ganz schnell gehen. Schon im Juni soll der Film bei Youtube zu sehen sein. Und natürlich auch auf Veltens Homepage. "Für uns ist das ein toller Werbefilm, gut fürs Image", freut sich die Rathaussprecherin auf das Ergebnis von Pahls fleißigen und für die Stadt kostenlosen Bemühungen.

Nachdem über den Hennigsdorf-Streifen berichtet worden war, schnellten nicht nur Pahls Klickzahlen bei Youtube und Google Maps in ungeahnte Höhen. Darüber hinaus klingelte rund 300-mal sein Handy. Die Anrufer wollten eine DVD zum Selbstkostenpreis erwerben. Dieses Angebot, so verspricht der Marwitzer, wird es auch für Interessenten aus Velten geben: "Und zwar in MP4- und in der Steinzeit-DVD-Version", fügt er verschmitzt hinzu.

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