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Jürgen Sellert 21.04.2017 18:46 Uhr
Red. Strausberg, strausberg-red@moz.de

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Nach acht Jahren ist Schluss

Altlandsberg (MOZ) Vor dem Brandenburg-Derby in der 3. Liga der Handball-Frauen vermeldet der MTV Altlandsberg eine weitere wichtige Änderung in seinem Kader. Freude kann der Verein aber damit nicht verbinden. Sophie Lütke wird den Verein verlassen.

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Immer 100 Prozent: Sophie Lütke

© Jürgen Sellert

Irgendwie hatte es man immer geahnt. Nämlich, dass es einem kleinen Verein, wie dem MTV Altlandsberg, nicht gelingen würde, eine Handballerin mit Erstliga-Format auf Dauer binden zu können...

Immerhin, acht Jahre lang spielte Sophie Lütke in der 2. und 3. Liga für das Team aus Märkisch-Oderland. Jetzt hat die Top-Torjägerin - laut SIS-Statistik bereits 127 Treffer in dieser Saison - ihren Abschied verkündet. Die Mannschaft erfuhr es am Mittwochabend. Unmittelbar nach der Videovorbereitung auf das Spiel am Sonnabend, 16 Uhr, beim Frankfurter HC.

Wo die MTV-Kapitänsfrau künftig dem Ball nachjagen wird, will sie noch nicht verraten. Klar ist nur: Es wird ein höherklassiges Team sein. Der Grund für die Zurückhaltung? "Ich komme aus zeitlichen Gründen erst Mitte Mai zu meinem künftigen Verein." Wo man sie dann natürlich angemessen vorstellen möchte. Dafür muss man Verständnis haben. Auch dafür - selbst wenn den MTV-Fans, den Team-Kolleginnen, den Sponsoren und allen anderen Verantwortlichen das Herz bluten wird.

"Ich denke, es ist für mich noch mal eine sportliche Herausforderung", so die kleine Blonde. Von der sagte Box-Star-Trainer Ulli Wegner spontan, als er Sophie mal in der Erlengrund-Halle wirbeln sah: "Das ist doch `ne Bundesliga-Spielerin ..."

Der Respekt und der Dank dafür, was die 27-Jährige für den MTV geleistet hat, sind riesig. Team-Manager Wolfram Eschenbach: "Ich habe sie seinerzeit als Jugendspielerin beim Berliner TSC gesehen und mir gesagt: ,Die musst du holen.´ Damals noch zum BVG 49 in Berlin in der zweiten Liga. Sie hat sich jetzt für eine neue sportliche Herausforderung entschieden, die ihr der MTV leider aktuell nicht bieten kann. Schade, gern wären wir den Weg weiter gemeinsam gegangen."

Die langjährige Team-Kollegin Mandy Gramattke: "Für unsere Mannschaft ist der Weggang von Rike ein riesen Verlust. Sowohl menschlich als auch sportlich! In all ihren Jahren, die sie für den MTV gespielt hat, hat sie sich bis zum letzten aufgeopfert und mehr als 100 Prozent gegeben. Sie ist der Motor der Mannschaft gewesen und hat die eigenen Mitspieler mit ihrem Ehrgeiz und ihrem unbändigen Willen mit getragen, wenn das Spiel stockte. Sie übernahm die Verantwortung und hat uns, der Mannschaft und dem Publikum Siege geschenkt! Sie hinterlässt eine Lücke, die schwer zu schließen ist!"

Altlandsbergs Frauen müssen am Sonnabend um 16 Uhr in der Brandenburg-Halle beim Frankfurter HC ran. Damit beginnt endgültig der Meisterschafts-Endspurt. Am 30. April gibt es dann in der Erlengrund-Halle nur noch das Spiel des MTV gegen Markranstädt.

Wird jetzt am Sonnabend die Partie des Tabellendritten beim -neunten wieder eine klare Sache? Sowohl das Hinspiel (36:20) als auch das Finale im Landespokal (34:14) hatten die Frauen um Kapitänin Sophie Lütke klar gewonnen. Doch die Insider wissen: Ein Ergebnis in ähnlichen Dimensionen wird es nicht geben. Wolfram Eschenbach eindeutig: "Wir können uns nicht als Favoriten sehen."

Klar! In dem Maße, wie sich beim MTV die Verletzungsprobleme vergrößerten, verkleinerten sich die beim FHC. Logisch, dass es nun an der Oder riesige Revanche-Gelüste gibt. So kehrten unter anderem die hochbegabte Torjägerin Michéle Dürrwald und Chantal Bartholomé ins Team zurück. "Die beiden und Sabrina Genilke, die demnächst zum Zweitligisten Rosengarten wechselt, sind großgewachsen", sagt MTV-Trainer Andy Nötzel. "Sie stellen eine gute Deckung mit einem hervorragenden Blockverhalten hin."

Wie das funktionieren kann, bekam kürzlich in Frankfurt Handball Bad Salzuflen zu spüren. Da stand es nach 21 Minuten 11:0. Der FHC gewann übrigens die Partie sicher, wie auch schon einen Tag zuvor die gegen Bayreuth. Aber der frühere Bundesligist ist nicht unverletzlich. Zuletzt gab es in Markranstädt nach einem 12:12-Halbzeitstand eine 21:30-Niederlage.

Worauf wird es also für den MTV ankommen, um vom FHC ein anständiges Ergebnis mitzubringen? Coach Andy Nötzel: "Irgendwie müssen wir mit unseren kleinen Leuten versuchen, die Frankfurter Deckung zu knacken. Und wir müssen etwas tun, was uns beim knappen 28:27-Sieg zuletzt gegen Bayreuth nicht gelungen ist - nämlich uns das Selbstvertrauen in der Deckung zu holen."

Altlandsbergs Trainer merkt auch noch an: "Jeder kennt unsere personelle Situation. Wir am besten. Aber letztendlich wollen wir nicht permanent damit hadern, sondern in den beiden letzten Partien trotzdem alles in die Waagschale werfen."

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