Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Ein Gefühl von Freiheit

Kein Halten mehr: Kinder und Jugendliche nehmen die neue Anlage am Sonnabend in ihren Besitz
Kein Halten mehr: Kinder und Jugendliche nehmen die neue Anlage am Sonnabend in ihren Besitz © Foto: Renate Meliß
Renate Meliß / 24.04.2017, 06:15 Uhr
Biesenthal (MOZ) Sonne, Wolken, Regenschauer - typisches Aprilwetter eben. Doch das stört die Besucher am Sonnabendnachmittag zur Eröffnung der neuen Skater-Anlage im Jugendkulturzentrum "Kulti" recht wenig. Im Notfall werden die Rampen der einzelnen Elemente eben einfach trocken gewischt.

Die Idee zur Errichtung der Anlage war schon 2013 entstanden und geht auf die Initiatoren Marvin Böttcher, Fritz Kettner und Lukas Burghart zurück. Schon immer wollten die Jugendlichen sich den Traum von einer Skateranlage erfüllen.

Dem ersten Treffen zwischen dem damals noch Biesenthal vorstehenden Bürgermeister André Stahl und den Jugendlichen folgten Skizzen, die sie sich aus dem Internet suchten. Mit Hilfe des Rates älterer Skater-Profis suchten sie einen Weg, Elemente, die sich für die hinter dem Jugendklub liegende Fläche eignen würden, zu finden. So wurde das Projekt Stück für Stück auf den Weg gebracht und fand von Anfang an beim Leiter des "Kulti", Ralf Klinghammer, und dem pädagogischen Mitarbeiter, Sebastian Henning, Anklang. Unterstützung bei der Planung und Finanzierung gab es von Stadt und Landkreis.

Doch bis es soweit war, galt es  einige Hürden aus dem Weg zu räumen. 2014 begann die konkrete Planung, 2016 wurde der Bauantrag gestellt. Noch im Oktober desselben Jahres entstand die Anlage.

"Ich bin froh, dass die Zeiten von Lehmrampen und Holzbergen vorbei ist", sagt Ralf Klinghammer am Sonnabendnachmittag bei der offiziellen Eröffnung der Skater-Anlage. "Es war uns ein Herzensanliegen, diesen Wunsch der Jugendlichen zu erfüllen", versichert Biesenthals Bürgermeister Carsten Bruch (CDU) für die Stadt. Und dann gibt es kein Halten mehr. Auf Rollern, Inlinern und Skateboards nehmen Kinder und Jugendliche die Anlage offiziell in Besitz. Was für Nichtkenner eher nach halsbrecherischen Manövern aussieht, ist für Kenner der Szene ein atemberaubendes Geschicklichkeitsspiel, bei dem mit scheinbarer Leichtigkeit auch mal die Schwerkraft außer Kraft gesetzt wird - beim Sprung über die einzelnen Betonelemente, bei neuen Figuren im Freestyle oder bei tänzerischen Moves..

Rund 65000 Euro hat die Skater-Anlage gekostet. 75 Prozent des Geldes kamen vom Landkreis. Den Rest steuerten die Biesenthaler Stadtväter dazu.

Kommentare

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG