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Von Joghurt über Sensoren bis zu Pflanzen

Renate Meliß / 24.04.2017, 06:44 Uhr
Biesenthal (MOZ) "Herzlich willkommen zum 4. Besuchertag" hieß es am Sonnabend in den Werkstätten der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal am Sydower Feld. Den ganzen Tag über herrschte reger Andrang - vor allem an der Lobetaler Bio-Molkerei.

Wer vor dem kühlen Wind flüchten wollte, fand sich im Hofladen mit zahlreichen Probier-Angeboten bekannter und neuer Joghurtsorten wieder. Und hier konnte man schon mal durch die großen Glasscheiben einen Blick auf die dahinter liegende Bio-Molkerei werfen. Die stündlichen Führungen durch die Anlage fanden bei den Besuchern großen Anklang.

Zahlreiche Mitmachangebote gab es vor dem Gebäude. Friedmann Bunk stellte den Bau von Nistkasten für Blaumeise Hausrotschwänz und Grauschnapper vor. Neben ihm gab Magdalena Hohberg Einblicke in die Kunst des Filzens. Nur wenige Meter weiter war auch das Pflanzen-Center gut besucht. Und wer die Baumschule einmal hautnah erleben wollte, hatte dazu bei zahlreichen Traktorfahrten mit dem Planwagen Gelegenheit. An verschiedenen Haltepunkten gab Andreas Pachali, Bereichsleiter der Barnimer Baumschulen, Informationen: "Die Bereiche mit den einzelnen Weihnachtsbäumen haben wir mit Obstbäumen wie Apfel, Birne, Pfirsich oder Pflaume abgetrennt. So können wir diese gut zur Verkostung anbieten. Dazu finden im Februar auch Schnitt-Lehrgänge statt", erzählte er. Vorbei ging es an der Kompostanlage, die jährlich 4000 Kubikmeter Dünger für Ahorn-, Eichen, Linden oder auch Magnolienbäumen liefert, dann zur Pflanzenhalle. Hier übernahm Marcus Böttcher, stellvertretender Bereichsleiter, die Besucher.

Die insgesamt 10000 Quadratmeter große Halle ist in verschiedene Klimazonen eingeteilt. Auf riesigen Rolltischen, per Bewässerungsanlage mit integrierter Düngung und Unterbodenheizung, leben die Pflanzen in einem wahren Paradies.

52 Beschäftigte unter Anleitung von sieben betreuenden Mitarbeitern sind hier - je nach ihren Fähig- und Fertigkeiten - eingesetzt. Das Jahr endet mit Adventskränzen und beginnt im Januar bereits wieder mit dem Eintopfen von Geranien. Etwa eine Million Pflanzen werden jährlich an Blumenläden und Pflanzen-Center in Barnim, Uckermark und Berlin geliefert.

In der Hauptwerkstatt - einer anerkannten Werkstatt für behinderte Menschen - finden sich neben der allgemeinen Montage auch verschiedene berufliche Bildungsangebote für Menschen mit Behinderungen. In Qualifizierungsbereichen wie Dienstleistung und Hauswirtschaft, Gastronomie, Molkerei/Milchladen, Zierpflanzenbau oder Landwirtschaft lernen die Beschäftigten, wie sie ihre persönlichen Besonderheiten, Fähigkeiten oder Neigungen in den Arbeitsprozess einbringen können. Verschiedene Kurse qualifizieren sie zudem auch in Erster Hilfe, Arbeitsschutz, Kundenkontakt sowie zu technischen Hilfsmitteln.

Im Holzbereich gehört beispielsweise Alexander Brunn zu den sechs Beschäftigten beim Palettenbau. Nadja Sekula fertigt an einem Automaten Teile für die Montage von Parksensoren am 5er BMW. In der allgemeinen Montage werden unter anderem Zubehörteile für die Möbelmontage, Halterungen für Solarpanele und Kleinteile für die Fahrzeugindustrie hergestellt oder Einzelteile zu Sets zusammengestellt und verpackt.

Eine lange Menschenschlange hatte sich inzwischen vor dem Eingang zur Bio-Molkerei gebildet. Längst ist die Marke "Lobetaler Bio" nicht mehr aus den Geschäften wegzudenken. In der Molkerei arbeiten 25 Beschäftigte. Alle zwei Tage werden 10000 Liter Milch unter anderem zu Joghurt verarbeitet. An diesem Besuchertag gab es auch Kostproben der beiden neuen Sorten - Birne auf Stachelbeere und Pfirsich-Melba.

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