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Biesenthal kämpft gegen das Aufstiegs-Trauma

© Foto: Ria Grueneberg
Britta Gallrein / 28.04.2017, 22:00 Uhr
Biesenthal (MOZ) Zum Spitzenspiel kommt es am Sonnabend um 15 Uhr in der Fußball-Kreisliga Ost. Der Tabellenerste SV Biesenthal (53 Punkte) empfängt den Verfolger SV Glienicke (51). Mit einem Sieg könnten die Biesenthaler einen großen Schritt in Richtung Aufstieg gehen.

Auf das Wort "Aufstieg" reagiert Trainer Christian Schramm allerdings leicht allergisch. In der Vergangenheit haben die Barnimer zu schlechte Erfahrungen gemacht und den schon sicher geglaubten Aufstieg in den letzten Spieltagen dann doch noch versemmelt.

Eine Frage der Psyche, glaubt der Trainer. Denn die meisten werden die Unglücks-Saison 2014/15 noch im Kopf haben. Von Spieltag 13 bis 21 führten da die Biesenthaler souverän die Tabelle in der Kreisliga an. Dann kam es knüppeldick. Den Aufstieg vor Augen, versagten plötzlich die Nerven. Es hagelte Niederlage auf Niederlage und Aufstiegsanwärter Biesenthal wurde durchgereicht bis auf Platz fünf. Das Rennen machte damals übrigens Rot-Weiß Schönow, die in die Kreisoberliga weiter wanderten.

Nicht viel besser lief auch die vergangene Saison. Bis zum siebten Spieltag war der SV Biesenthal der Spitzenreiter -dann kam der Einbruch und am Ende blieb Platz vier.

"Deshalb bin ich es in diesem Jahr anders angegangen", erklärt Christian Schramm. "Wir haben versucht, keinen Druck aufzubauen. Aber je länger die Saison dauert und je weiter es nach oben geht, desto mehr wird der Kopf eingeschaltet."

Am Sonnabend sollte dies tunlichst vermieden werden, denn mit dem SV Glienicke kommt ein harter Konkurrent nach Biesenthal. Das Hinspiel haben die Barnimer durch einen Freistoß in der 93. Minute unglücklich verloren. Dafür ist jetzt Wiedergutmachung angesagt.

Beide Teams kennen sich schon aus sehr vielen Spielen. Dass es keine leichte Aufgabe wird gegen den Dauerrivalen , weiß Christian Schramm. "Glienicke spielt auswärts ganz anders als zu Hause." Das wird mit einem Blick auf die Heim- und Auswärtsbilanz deutlich. Von zwölf Heimspielen haben die Oberhaveler, die auf Kunstrasen spielen, nur eines verloren - sind damit das heimstärkste Team der Liga. Auswärts dagegen zeigt das Team von Trainer Florian Glitza Schwächen. In elf Partien gab es fünf Siege, aber auch drei Niederlagen und drei Remis. "Vielleicht mögen die ja den Geruch von richtigem Rasen nicht", feixt Christian Schramm.

Geht es danach, haben die Biesenthaler gute Chancen. Aber der Trainer weiß: Das wird kein Kinderspiel. "Wir haben eine sehr gute Defensive, aber nur eine durchwachsene Offensive. Wir müssen mutig nach vorne spielen", weiß er. Und natürlich: bitte den Kopf ausschalten.

1. SV Biesenthal 23 52:2253

2. SV Glienicke 23 85:3251

3. SV GW Ahrensfelde II 23 76:3749

4. SG Zühlsdorf 23 59:3446

5. BSV Blumberg 23 46:2438

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