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Mobile Rettungsleitstelle Nordost nimmt ihren Dienst auf / Zentrale Führung vor Ort

Bei Großeinsätzen landen Notrufe im Container

Vier Arbeitsplätze im Container: Die mobile Rettungsleitstelle kann fast überall aufgebaut werden.
Vier Arbeitsplätze im Container: Die mobile Rettungsleitstelle kann fast überall aufgebaut werden. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
ELLEN WERNER / 31.10.2012, 18:26 Uhr - Aktualisiert 31.10.2012, 22:35
Bernau/Eberswalde (wer) Das Blaulicht taucht am Rande des Flugplatzes auf. Kurz darauf lädt der Wechsellader einen Container ab, ein paar Hundert Meter hinter dem Tower. Ein Funkmast wird ausgefahren, das Stromaggregat angeworfen, Satellitentechnik aufgerichtet. Ungefähr 20 Minuten dauert es, bis die Rechner hochgefahren und Notrufdaten abrufbar sind. Die mobile Leitstelle ist in Betrieb.

Am Flugplatz Finow ist es am Dienstag nur eine Präsentation des Hightech-Containers. "Die Menschen erwarten natürlich auch in Katastrophenfällen professionelle Hilfe von uns", sagt Landrat Bodo Ihrke (SPD). Seit einigen Wochen verfügt der Landkreis Barnim über die Leitstelle für unterwegs. Am Dienstag wurde das Fahrzeug, das an fast jedem beliebigen Ort seine Arbeit aufnehmen kann, offiziell übergeben.

Zwar sei der Katastrophenschutz im Barnim sehr gut aufgestellt. Auch die Hilfsorganisationen arbeiten verlässlich. Als zentrale Frage habe sich aber die professionelle Einsatzführung vor Ort erwiesen. Größere Rettungseinsätze können Mitarbeiter der Leitstelle nun von vier Arbeitsplätzen im Container aus koordinieren.

508 000 Euro hat der Landkreis dafür investiert, drei Viertel davon stammen aus dem Konjunkturpaket II. "Die Containerlösung ist unseres Wissens ein Pilotprojekt in Deutschland", sagt Sven Kobelt, Einsatzleiter der Rettungsleitstelle Nordost. Hilfreich wäre die Anschaffung schon mehrfach gewesen. Er denke da beispielsweise an die Oderhochwasser, sagt Landrat Bodo Ihrke (SPD), an den Flugzeugabsturz in Werneuchen vor zehn Jahren, an den Deponiebrand in Bernau vor sieben Jahren. "Da hatten wir Anrufe bis zum Alexanderplatz und Schlagzeilen wie ,Giftwolke über Berlin'."

Ausgerüstet ist die fahrbare Leitstelle so, dass sie notfalls die komplette Arbeit der Leitstelle übernehmen kann. "Ich hoffe, dass wir sie nicht so oft brauchen", sagt Ihrke.

Eberswalde (wer) Das Blaulicht taucht am Rande des Flugplatzes auf. Kurz darauf lädt der Wechsellader einen Container ab, ein paar Hundert Meter hinter dem Tower. Ein Funkmast wird ausgefahren, das Stromaggregat angeworfen, Satellitentechnik aufgerichtet. Ungefähr 20 Minuten dauert es, bis die Rechner hochgefahren und Notrufdaten abrufbar sind. Die mobile Leitstelle ist in Betrieb.

Am Flugplatz Finow ist es am Dienstag nur eine Präsentation des Hightech-Containers. "Die Menschen erwarten natürlich auch in Katastrophenfällen professionelle Hilfe von uns", sagt Landrat Bodo Ihrke (SPD). Seit einigen Wochen verfügt der Landkreis Barnim über die Leitstelle für unterwegs. Am Dienstag wurde das Fahrzeug, das an fast jedem beliebigen Ort seine Arbeit aufnehmen kann, offiziell übergeben.

Zwar sei der Katastrophenschutz im Barnim sehr gut aufgestellt. Auch die Hilfsorganisationen arbeiten verlässlich. Als zentrale Frage habe sich aber die professionelle Einsatzführung vor Ort erwiesen. Größere Rettungseinsätze können Mitarbeiter der Leitstelle nun von vier Arbeitsplätzen im Container aus koordinieren.

508 000 Euro hat der Landkreis dafür investiert, drei Viertel davon stammen aus dem Konjunkurpaket II. "Die Containerlösung ist unseres Wissens ein Pilotprojekt in Deutschland", sagt Sven Kobelt, Einsatzleiter der Rettungsleitstelle Nordost. Hilfreich wäre die Anschaffung schon mehrfach gewesen. Er denke da beispielsweise an die Oderhochwasser, sagt Landrat Bodo Ihrke (SPD), an den Flugzeugabsturz in Werneuchen vor zehn Jahren, an den Deponiebrand in Bernau vor sieben Jahren. "Da hatten wir Anrufe bis zum Alexanderplatz und Schlagzeilen wie ,Giftwolke über Berlin'."

Ausgerüstet ist die fahrbare Leitstelle auch so, dass sie notfalls die komplette Arbeit der Leitstelle übernehmen kann. "Ich hoffe, dass wir sie nicht so oft brauchen", sagt Ihrke.

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