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Ulrich Thiessen 04.05.2017 21:00 Uhr

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Landesplan vernachlässigt ländliche Regionen

Potsdam (MOZ) Der Entwurf des Landesentwicklungsplanes biete den ländlichen Regionen zu geringe Chancen. Zu diesem Ergebnis kamen am Donnerstag gleich mehrere Experten bei einer Anhörung im Infrastrukturausschuss. Für den Landkreistag fehlt außerdem ein Schutz der landwirtschaftlichen Nutzflächen, den der neue mit Berlin ausgehandelte Entwicklungsplan nicht vorsieht.

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© Stefan Csévi

Aber auch im Berliner Umland ist man mit dem Entwurf nicht zufrieden. Der Städte- und Gemeindebund sieht dort zu enge Restriktionen bei der Ausweisung von Flächen für den Wohnungsbau. Die jüngste Bevölkerungsentwicklung gehe von einem weiteren Zuzug nach Berlin und die dort angrenzenden Kommunen aus. Die Prognose sei bei den Planungen nicht ausreichend berücksichtigt worden, hieß es.

Der kommunale Spitzenverband wiederholte seine Forderung, wieder Grundzentren für die Versorgung des ländlichen Raumes auszuweisen. Die Kategorie war Ende vergangenen Jahrzehntes bei der letzten Überarbeitung des Landesentwicklungsplanes abgeschafft worden. Städte wie Angermünde, die für ihre Umgebung Schulen und andere Dienstleistungen vorhalten, kommen jetzt in der Landesplanung und in der Finanzverteilung nicht mehr vor, sagte Jens Graf, Referatsleiter des Städte- und Gemeindebundes.

Der Bürgermeister von Eberswalde, Friedhelm Boginski (FDP), lobte die geplante Stärkung der Mittelzentren. Seine Stadt profitiere vor allem von der guten Bahnanbindung nach Berlin. Richtig attraktiv werden die brandenburgischen Städte für die Berliner Klientel nur, wenn sie in einem Halbstundentakt an die Großstadt angebunden sind. Gefragt seien weniger Reihenhaussiedlungen als Wohnungen in funktionierenden Stadtzentren oder in Bahnhofsnähe.

Während einzelne Kommunen mehr Bau- und Gewerbeflächen anmahnten, plädierte Jürgen Peters, Professor an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, für einen stärkeren Schutz von Freiflächen. Gebiete, die Wasser speichern, seien planerisch gar nicht berücksichtigt worden, lautete seine Kritik.

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