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Schaufenster regionaler Produkte

Gute Aussichten: Edda vom Mitmachzirkus Wuckizucki bei ihrem viel beachteten Rundgang über den Biesenthaler Regionalmarkt, der sich mehr und mehr zu einem Markt der Region und ihres ökologischen und biologischen Angebots entwickelt.
Gute Aussichten: Edda vom Mitmachzirkus Wuckizucki bei ihrem viel beachteten Rundgang über den Biesenthaler Regionalmarkt, der sich mehr und mehr zu einem Markt der Region und ihres ökologischen und biologischen Angebots entwickelt. © Foto: MOZ/Olav Schröder
Olav Schröder / 14.05.2017, 19:45 Uhr - Aktualisiert 15.05.2017, 09:37
Biesenthal (MOZ) Was einmal mit einem Suppen-Ausschank und wenigen Ständen begonnen hat, ist inzwischen zum beliebten Mai-Treffen von Besuchern aus Biesenthal, dem Barnim und darüber hinaus geworden. Der Biesenthaler Regionalmarkt sah wohl noch nie so viele Besucher wie bei seiner 6. Auflage am Sonntag.

"Warum macht man das?", fragte Josephine Löwenstein von der Lokalen Agenda 21 nach dem Grund, weshalb der Markt seit nunmehr sechs Jahren veranstaltet wird. Ihre Antwort: "Weil wir gute landwirtschaftliche Betriebe und Produkte in der Region haben, die nicht zuletzt Arbeitsplätze schaffen." Dass der Regionalmarkt beispielsweise bei Auslieferung der Brodowiner Gemüsekisten oder im Umweltkalender angekündigt wurde, habe sich bewährt. Nicht zuletzt seien auch die sozialen Medien genutzt worden, so Biesenthals Bürgermeister Carsten Bruch.

Impressionen vom Regionalmarkt der Lokalen Agenda 21 in Biesenthal
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6. Regionalmarkt in Biesenthal

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Er freute sich, zugleich ein neues Angebot ankündigen zu können: Der Biesenthaler Projekthof Wukania baut derzeit eine Kantine, die Wukantina, auf. Sie stellt biologische Mittagessen für Kitas und Schulen her. Wie Tobias Schumann von Wukania sagte, sollen ab Anfang 2018 bis zu 500 Portionen für Kindereinrichtungen im Umkreis von rund 30 Kilometer gekocht und ausgeliefert werden können. Die Lebensmittel liefern regionale Betriebe. Für den Umbau der vorhandenen Küche auf dem Projekthof seien EU-LEADER-Fördermittel bewilligt worden. Eine Wukantina-Suppe spendierte die Stadt bereits auf dem Regionalmarkt, unter anderem mit Spargel aus Grüntal/Tempelfelde und Kohlrabi aus Börnicke.

Immer beliebter wird der Naturparkhonig als Marke, so Hanna Winkler. Die verschiedenen Sorten werden von einer Gruppe von Imkern unter anderem aus Wandlitz, Biesenthal, Zerpenschleuse und Joachimsthal hergestellt. "Es ist schön, dass so viel los ist", sagte Edith Stöber, die in Rüdnitz auch einen Hofladen betreibt. "Man kann den ganzen Tag hier verbringen, es gibt so viele lachende Gesichter."

Welch guten Ruf der Markt hat, zeigt die Beteiligung neuer Anbieter. So war der auf Wallnussanbau spezialisierte Familienbetrieb Böllersen vertreten, der auch Mitglied in der landwirtschaftlichen Genossenschaft der Ökonauten ist. Silke Böllersen stellte unter anderem einen Nussroller vor. Mit dem Erntegerät können herabgefallene Wallnüsse, aber auch Pflaumen oder Äpfel schnell und ohne Kraftaufwand oder Bücken eingesammelt werden. Hergestellt werde der Roller aus nichtrostendem Stahl in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. Erstmals dabei war auch Mario Flach mit der Mobilen Mostquetsche. Angeboten wurden unter anderem Most-on-Ice-Getränke aus Birne, Rhabarber oder Erdbeere. Zur Direktvermostung ist er beispielsweise im Herbst in Lobetal präsent, verschickt aber auch ganzjährig Most per Bestellung.

Die Lokale Agenda nutzte den Regionalmarkt zudem zu einer Befragung zum Thema Stadtbus. Thomas Arnhold aus Biesenthal punktete für den Bus: Persönlich benötige er ihn nicht, "noch nicht", wie er hinzufügte. Für ältere Biesenthaler sei er ganz wichtig. Und nicht nur das: "Auch Kinder, Jugendliche und junge Menschen ohne Auto brauchen ihn", ist Birgit Arnhold überzeugt. Die Befragung, so Achim Bartsch von der Lokalen Agenda, soll dazu dienen, das weitere Vorgehen abzustimmen. Zum kulinarischen kehrten Naturschützer Andreas Krone und seine Mitstreiter zurück. Sie präsentierten wohlschmeckende Pflanzen. "Kräuter, die in der Natur aufwachsen, sind nahrhafter als gezüchtete", sagte er. Sie hätten sich am Standort durchgesetzt, wurzeln tiefer und nehmen mehr Nährstoffe auf.

Wer sich in die Ortsgeschichte einarbeiten wollte, konnte dies in der Heimatstube bei Gertrud Poppe. Sie freute sich insbesondere über das Interesse von neuen Einwohnern. Nicht zuletzt sorgten viele Beiträge für Unterhaltung. Sie reichten von der Kita Knirpsenstadt, dem Kinderzirkus Wuckizucki über den Bogenbau-Workshop von Herbert Noll bis hin zur Global-Folk-Musik von "Zucker und Zimt".

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