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Renate Meliß 22.05.2017 07:55 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

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Brot und Kuchen backen bis zum Umfallen

Danewitz (MOZ) "Alles ganz entspannt bisher", sagt Detlef Matzke am Sonnabend beim Backofenfest. "Die Leute stehen zwar noch mächtig nach Kuchen an, wir hoffen aber, dass er noch bis zum Kaffeetrinken reicht!" Gerade schiebt der Ortsvorsteher ein weiteres Blech in den Gemeindebackofen - mit Hefeteig, von Mädchen und Jungen geformt, die um 14 Uhr zum Kinderbacken angetreten waren. "Na, da bin ich ja mal gespannt, was ihr fabriziert habt", sagt skeptisch schmunzelnd eine Mutter, die ihren beiden Töchtern beim Teigausrollen zugeschaut hatte.

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Der Kuchen aus den Danewitzer Feldsteinbacköfen geht weg wie warme Semmeln.

© Renate Meliß

Zehn Minuten dauert es, bis die kleinen Hefezöpfe fertig und knusprig braun sind. Die sind schnell rum, und Detlef Matzke öffnet die Backofentür wieder. Der lange Holzschieber kommt zum Einsatz, um auch die Kuchen aus dem hinteren Teil des Ofens herauszufischen. "Na, das sieht doch mal richtig gut aus!" meint er. Schwupps, landen sie auf dem Tisch zum Auskühlen.

Der Ortsvorsteher wischt sich den Schweiß von der Stirn. Immerhin sind von den Mitgliedern des Backofenvereins insgesamt schon 120 Bleche Kuchen gebacken worden.

"Der hat ja gar keinen Schornstein!" wundert sich ein Ehepaar, das gerade in Danewitz angekommen ist und sich den Backofen auf dem Festplatz erklären lässt. "Das ist der einzige ohne Esse", erklärt Ortsvorsteher Matzke. "Der Rauch kommt aus den seitlichen Klappen raus. Der Ofen ist zudem etwas niedrig, nicht gerade rückenfreundlich", kommentiert er.

Mit dem Wetter sind die Danewitzer zufrieden. Da waren wir am Freitag während der Vorbereitungsarbeiten und bei fast 30 Grad schon leicht gestresst - aber so ist es optimal", findet Detlef Matzke.

Gleich darauf wird der Ofen erneut angeheizt. Einige Bleche mit Kuchen warten noch. "Und wie viel Grad hat der jetzt so?", fragt ein Besucher. Detlef Matzke schätzt 200 bis 220 Grad. Die Öfen werden ohne Thermometer betrieben. Ganz so, wie es früher war, als noch die Mehlprobe dazu diente, die Temperatur zu prüfen.

Während Clown Kalli auf dem Festplatz Jung und Alt bespaßt, kommt Brigitte Gesche das erste Mal aus der Küche heraus. "Seit dem frühen Morgen war ich nur mit Backen beschäftigt", sagt sie. Tochter Gabriele Gesche steht am Verkaufsstand. "Sonst gab es mehr Andrang", wundert sie sich. "Am Anfang war es heute recht verhalten. Wir dachten sogar, es bleibt noch Kuchen übrig. Aber jetzt geht es", bemerkt sie.

Auch bei Familie Cezarek geht es diesmal nicht so stürmisch zu wie in anderen Jahren. Am Backstand auf dem Festplatz ist der Andrang dagegen noch immer rege: "Zwei Stück Apfel, zwei Stück Rhabarber, zwei Brote", gibt die nächste Kundin ihre Bestellung auf.

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