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Vor Mitgliedern der Kreis-CDU und Gästen sprach Superintendent Frank Schürer-Behrmann

Empfang ohne politische Reden

Applaus für den Spaß machenden Entertainer: CDU-Kreisvorsitzender Dierk Homeyer (vorn) genoss den Empfang auf Burg Beeskow im Publikum. Auf politische Reden verzichtete er an diesem Abend.
Applaus für den Spaß machenden Entertainer: CDU-Kreisvorsitzender Dierk Homeyer (vorn) genoss den Empfang auf Burg Beeskow im Publikum. Auf politische Reden verzichtete er an diesem Abend. © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Ruth Buder / 20.01.2012, 18:29 Uhr
Beeskow (MOZ) Ein Empfang ohne politische Reden bot der Kreisverband der CDU am Donnerstagabend seinen Gästen auf der Burg Beeskow. Nach der Rede des Superintendenten Frank Schürer-Behrmann ging es mit einer Polonaise zum Buffet.

Eine feierliche Begrüßung der Stadtverbandsvorsitzenden Manuela Heuer-Jurrack und des Kreisvorsitzender Dierk Homeyer, ein kurzes Klavierspiel - dann trat Frank Schürer-Behrmann ans Pult. Der Superintendent des Kirchenkreises Fürstenwalde-Strausberg setzte sich an Hand der Jahreslosung (2. Korinther, 12,9) "Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig" mit den Grundlagen unseres Gemeinwesens auseinander. In einer Zeit, wo im Tagesgeschäft der Druck und die Geschwindigkeiten sehr groß seien, tue es gut, sich an diese Grundlagen zu erinnern und den "Kompass neu zu justieren". Er appellierte, die Politik als Teil des Ganzen zu sehen, nicht alles zu wichtig zu nehmen und auch mal einen Schritt zurück zu gehen. Die Menschen wünschten sich Politiker, die ihre eigenen Schwächen und die anderer annehmen.

In Abwandlung der sozialen Marktwirtschaft wünschte sich der Superintendent eine "solidarische Marktwirtschaft", in der nicht nur abgegeben, sondern wie in einer Gemeinschaft geteilt und Zugehörigkeit vermittelt werde. Als nachahmenswertes Beispiel führte er die Behindertenhilfe an, die über Arbeit Menschen integriere. "Das müsste auch in anderen Bereichen möglich sein", konstatierte der Geistliche.

Ganz bewusst hatte Dierk Homeyer auf politische Statements verzichtet. "Wir wollten es mal anders machen, aber das Nachdenken über uns kann doch hochpolitisch sein", sagte er nach dem offiziellen Teil, während die Gäste bereits am Buffet schlemmten oder plauderten.

"Neben der Tagespolitik wollen wir mit unseren Themen nah bei den Menschen sein", gibt Homeyer gegenüber der MOZ einen Ausblick auf 2012. Dabei führte er die Energiewende in Brandenburg und den demografischen Wandel an, in dessen Folge auch über neue Kommunalstrukturen nachgedacht werde. Dabei setze die CDU nicht auf größere, unübersichtlichere Gemeinden und Landkreise, es müsse vielmehr über eine andere Aufgabenverteilung nachgedacht werden. In Fürstenwalde werde es eine Konferenz zum neuen Kinderschutzgesetz geben.

Weil, wie alle Parteien, auch die CDU unter Überalterung leidet, wünscht sich der Vorsitzende vor allem junge Mitglieder. Im vergangenen Jahr hätten zehn neue aufgenommen werden können. Derzeit zähle der Kreisverband 305 Mitglieder.

Der jüngste Teilnehmer an diesem Abend war gerade mal elf Jahre alt. Karsten Knispel aus Schöneiche hatte seinen Sohn Florian mitgebracht. Am meisten dürfte ihm die Musik gefallen haben, die Entertainer Sven Loichen aus Frankfurt (Oder) zur Unterhaltung bot und Zugaben vom begeisterten Publikum einfuhr.

Kommentare

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Norbert L 01.04.2012 - 17:39:01

Politische Reden

Auf politische Reden des Dierk Homeyer kann ich verzichten. Wahrscheinlich weiß auch Herr Homeyer, dass es ihm an rhetorischer Überzeugungskraft fehlt, so dass er die Leute lieber mit Polonaise und Buffet gefügig macht. Gutes Essen macht gute Laune. Keine Überraschung, dass die CDU LOS nun Homeyer mit fast 96% zum Kreisvorsitzenden wiedergewählt hat (ohne Gegenkandidaten - bloß keine Majestätsbeleidigung), natürlich ohne dass Homeyer dort Mitglied ist. Wäre das nicht mal für ihre Zeitung interessant nachzuprüfen, wie derartige Gebaren überhaupt möglich sind?

Ho Ho Ho. 31.03.2012 - 18:52:16

Vorsitzender ohne Mitglied zu sein

Wie kann es sein, dass Homeyer in LOS Vorsitzender ist, ohne dort Mitglied zu sein? Was sind das für Zustände?!

Carsten P 20.01.2012 - 20:34:38

Homeyer und die Reden

Was soll er auch erzählen wenn sein Leben sich in seinem Heimatkreis Märkisch Oderland abspielt wo er ja auch CDU Mitglied ist.

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