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Renate Meliß 12.06.2017 06:45 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

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Klares Votum für durchgängigen Radweg

Biesenthal (MOZ) "Es handelt sich um etwa zweieinhalb Kilometer - genau die Strecke vom Wullwinkel bis nach Biesenthal", informiert Andreas Krone von der Lokalen Agenda 21. Es ist Sonntagmorgen, 9 Uhr. Auf dem Parkplatz vor der Biesenthaler Amtsverwaltung an der Plottkeallee haben sich bereits etliche Radfahrer versammelt, um mit einer Demo ihrer Forderung zum schnellstmöglichen Bau des Radweges an der B 2 Nachdruck zu verleihen.

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Große Beteiligung: Die Teilnehmer einer ADFC-Sternfahrt unterstützten das Anliegen der Biesenthaler Radfreunde, die auf der B 2 um ihre Sicherheit bangen.

© Renate Meliß

Die Lokale Agenda fordert nichts Geringeres als den Planfeststellungsbeschluss fertig zu stellen, um mit dem Bau des letzten Stück Radwegs zu beginnen. Zwei Abschnitte entlang der B 2 von Bernau nach Biesenthal sind bereits fertiggestellt worden. Von Bernau nach Rüdnitz und von Rüdnitz zum Wullwinkel. Doch die letzten Kilometer bis Biesenthal harren seit Jahren der Fertigstellung. Bereits im Jahr 2009 hatten die Planungen hierfür begonnen. "Es sind nun acht Jahre verstrichen und bisher hat sich nicht viel getan", so Andreas Krone.

Der gesamte Radweg entlang der B 2 könnte eigentlich so schön genutzt werden, doch da das letzte Stück bis Biesenthal fehlt, nehmen viele Radfahrer davon gleich Abstand, weil niemand sich der Gefahr auf der stark befahrenen Straße aussetzen möchte. Vor allem wenn es Schulkinder betrifft, die mit dem Rad zum Unterricht unterwegs sind und dann ebenfalls auf die B 2 ausweichen müssten. Bereits im Oktober 2016 hat eine Fahrrad-Demo mit einer Beteiligung von 400 Radfahrern stattgefunden. Dabei konnte zumindest erreicht werden, dass die Einstufung beim zuständigen Ministerium für Infrastruktur in Potsdam auf eine vordere Stufe gerückt war. Als eine "schöne Aktion" bezeichnet auch Biesenthals Bürgermeister Carsten Bruch die Fahrrad-Demo.

Beim Frühstücks-Imbiss informiert Landtagsabgeordnete Britta Müller (SPD) über den Stand der Dinge aus Potsdam. So habe das Landesumweltamt dem Ersatz-Habitat für die Zauneidechse zugestimmt, die auf dem letzten Abschnitt gesichtet wurde. Ebenfalls seien inzwischen alle wasserrechtlichen Bedingungen vor Baubeginn erteilt worden. "Mit dem Planfeststellungsbeschluss rechnen wir Mitte des Jahres. Somit können anschließend die Ausschreibungen stattfinden, so dass mit dem Baubeginn für die letzte Strecke des Radweges ab 2018 begonnen werden kann."

Zudem sei auf der letzten Biesenthaler Stadtverordnetenversammlung beschlossen worden, bis zur Fertigstellung des Radweges entlang der Strecke ab kommender Woche eine Geschwindigkeitsbegrenzung einzuführen.

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