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Ein Fest für die Muskeln

Hoch das Bein: Die Gymnastikgruppen unterschiedlichen Alters vom Falkenberger Sportverein zeigen vor begeisterten Zuschauern, wie beweglich sie sind.
Hoch das Bein: Die Gymnastikgruppen unterschiedlichen Alters vom Falkenberger Sportverein zeigen vor begeisterten Zuschauern, wie beweglich sie sind. © Foto: MOZ/Katrin Hartmann
Katrin Hartmann / 19.06.2017, 07:12 Uhr - Aktualisiert 19.06.2017, 13:44
Falkenberg (MOZ) Bewegung - das gehörte am Freitag und Sonnabend zum Jubiläumsprogramm. Der Falkenberger Sportverein "Theodor Fontane" feierte sein 125-jähriges Bestehen an zwei Tagen. Die einzelnen Abteilungen zeigten ihr Können auf dem Sportplatz.

"Aufrecht halten und mit Schwung, aber nicht das Brett übertreten." Nach diesen Anweisungen setzte Landrat Gernot Schmidt zum Wurf an. Dabei fest von seinen Händen umklammert, ein rund zwei Meter hoher, aber schmaler Eichenstamm. Nur noch ein paar Schritte, Abstoß und schon flog der Stamm durch die Luft, drehte sich einmal und landete. "7,88 Meter", tönte es vom Schiedsrichtertisch. Trotzdem noch zwei Versuche folgten, blieb dies der beste Versuch im Baumstammweitwurf von Gernot Schmidt. Vor ihm hatten sich auf dem Falkenberger Sportplatz bereits einige andere Vereinsmitglieder versucht. Der Beste mit einer Weite von 10,41 Metern.

Baumstammweitwurf, Feldsteinstoßen, Gymnastikstunde und Eröffnung des neuen Billardzentrums: Der Falkenberger Sportverein hat am vergangenen Wochenende sein 125-jähriges Bestehen gefeiert. Mitglieder aus allen Abteilungen zeigten, was sie können.
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Falkenberg feiert 125-jähriges Bestehen des SV Falkenberg

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Der Gaudiwettkampf, an dem sich ausschließlich Männer maßen, gehörte zu dem abwechslungsreichen Programm, welches der Falkenberger Sportverein "Theodor Fontane" (FSV) am vergangenen Sonnabend auf die Beine gestellt hatte. Anlass für die bunte Mischung war das 125-jährige Bestehen des Vereins. Eine Zahl, die sich nicht viele Sportvereine in der Region auf die Fahne schreiben können.

"125 Jahre. Das ist eine lange Zeit", sagte der Vorsitzende Hans-Elmar Franke. "Wir sind gewandert", sagte er und verwies auf das Wappen des Sportvereins, "von MTV über SG und BSG bis zum FSV." Hinter den Abkürzungen verbergen sich die Etappen, die der Verein während der vergangenen 125 Jahre hinter sich gelassen hat. Zunächst als MännerTurnVerein Falkenberg gegründet, nannte sich der FSV mit den verschiedenen Sportabteilungen, wie Billard, Fußball, Gymnastik und anderen, später Sportgemeinschaft (SG) Falkenberg. Danach folgte unter der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) die Betriebssportgemeinschaft (BSG) Falkenberg. Heute ist der Verein bekannt als Falkenberger Sportverein "Theodor Fontane".

Eins blieb beständig, egal welchen Namen der Verein trug: der Sport. Darauf ist Hans-Elmar Franke stolz. Vor ihm haben bereits 13. andere Vorsitzende an den Entwicklungen der Abteilungen mitgewirkt. Unter ihnen einer, der kürzlich verstorben ist, und den die Mitglieder zur Eröffnung der Jubiläumsfeier am Freitagabend mit einer Gedenkminute gewürdigt haben: der ehemalige Schulrat Wolfgang Schulze.

"Wolfgang war ein ganz Großer", sagte Hans-Elmar Franke. Seine Unterschrift hat der Verein noch festgehalten. Im Goldenen Buch, wie Hans-Elmar Franke sagte. Dort sind auch weitere Mitglieder verzeichnet, die sich in den vergangenen Jahren besonders für den Verein eingesetzt haben - sei es für bestimmte Sportabteilungen oder Sportstätten.

Einige Erlebnisse, Fotos, Sprüche und anderes seit dem Bestehen haben die Mitglieder vor einigen Jahren angefangen, zu dokumentieren. "Wir haben zwar nicht von Anfang an eine Chronik geführt, aber besser später als nie", erklärte Hans-Elmar Franke. So ist in den Unterlagen etwa die Errichtung des Anbaus am Sportlerheim zu finden, welcher sich von 2013 bis 2015 hinzog.

Bereits am Freitagabend hatten die Mitglieder des Falkenberger Sportvereins ihr Jubiläumsfest eröffnet. Landrat Gernot Schmidt hatte als Schirmherr der Veranstaltung seine Grußworte an die aktiven Frauen, Männer und Kinder gerichtet. Mit einem Umzug zogen die Vereinsmitglieder vom Dorfzentrum zum Sportplatz, mussten danach allerdings fast ihre Sachen auswringen, weil ein Dauerregen pünktlich um 18 Uhr eingesetzt hatte.

Zu Gast hatte der Verein auch Sportler aus der polnischen Gemeinde Trzciel, deren Übernachtung durch Mittel des EU-Förderprogramms "Pro Europa Viadrina" erst ermöglicht wurde.

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