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Patrik Rachner 19.06.2017 22:11 Uhr
Red. Falkensee, redaktion-fks@brawo.de

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Verwaltung sieht sich mit Respektlosigkeiten konfrontiert

Brieselang (MOZ) Die Verwaltung der Gemeinde Brieselang sieht sich offenbar vermehrt Respektlosigkeiten und Anfeindungen ausgesetzt. Das zumindest meint Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) nicht nur vor dem Hintergrund der aktuellen Kitaplatzproblematik, sondern generell.

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Brieselangs Bürgermeister Wilhelm Garn.

© Hahn

"Es gibt Entscheidungen, die nicht immer auf Gegenliebe in der Bevölkerung stoßen. Das ist sicher nachvollziehbar. Wenn aber Mitarbeiter der Verwaltung und auch ich mich persönlich mit Beleidigungen, die unter die Gürtellinie gehen, konfrontiert werden, ist das nicht hinnehmbar", betonte der Verwaltungschef. "Kritikfähigkeit besitzen wir, der gegenseitige Respekt sollte aber dennoch vorhanden sein", so Garn. Zuletzt war etwa die Entscheidung, dass rund 150 Eltern bis ins Jahr 2018 hinein keinen Kitaplatz für ihre Kinder erhalten können, auf heftige Kritik gestoßen. Sie hatten eine Mitteilung der Verwaltung erhalten, vehemente Gegenreaktionen waren die Folge, nicht nur in sozialen Medien wie Facebook.

"Mir ist die Unterschrift dazu nicht leichtgefallen, wir können aber nur die Plätze verteilen, die auch zur Verfügung stehen", betont der Bürgermeister. In Brieselang werden aktuell rund 70 Prozent der Kinder im Alter von null bis sechs Jahren in den entsprechenden Einrichtungen oder in andrene Gemeinden sowie in der Tagespflege betreut. "Wir haben aber Anträge für einen Betreuungsgrad von knapp 90 Prozent vorliegen. Den Notstand von 150 Plätzen können wir hoffentlich im Laufe des kommenden Jahres beseitigen", so Garn. Er verweist auf die anstehenden Vorhaben, etwa auf den Neubau einer Kita mit 108 Plätzen am alten Rathaus oder aber den bevorstehenden Anbau an der Kita in Zeestow mit rund 30 Plätzen."Die Platzvergabe erfolgt nach einem nachprüfbaren Punktesystem, das unter anderem soziale Härten berücksichtigt. Sie erfolgt nicht nach Antragsdatum."

Übrigens: Die Gemeinde will nun prüfen, ob in der Jugendherberge und in der Sportklause gegebenenfalls eine Not-Kita eröffnet werden kann. Deshalb wird das Gespräch mit Vertretern des Landkreises gesucht, um auszuloten, ob das tatsächlich möglich ist. Bestandteil des Treffens soll auch sein, inwieweit die Kapazitäten in den bestehenden Kitas per Ausnahmegnehmigungen ausgeweitet werden können.

"Wer Kritik äußert, sollte nicht die Würde anderer Mitmenschen unterlaufen, sondern darüber nachdenken, warum manche Entscheidungen gefällt werden, statt zu sagen, der muss oder die müssen doch Verantwortung tragen. Harte Auseinandersetzungen sind grundsätzlich okay, aber die Form muss stets gewahrt bleiben."

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