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Neue Sporthalle in der Planung

Olav Schröder / 24.06.2017, 06:50 Uhr
Biesenthal (MOZ) Die Stadtverordneten von Biesenthal haben am Donnerstagabend die Fortführung der Planung einer Dreifeldsporthalle für den Schul- und Vereinssport beschlossen. Sie sehen in dem Bau ein Vorhaben, an dem sich der Landkreis finanziell beteiligen sollte - mit Mitteln aus dem Liquiditätsfonds.

Die neue Halle soll auf dem Grundstück an der Schützenstraße 44 a entstehen. Zwei Varianten hat das Planungsbüro Formazin hierfür erarbeitet. Nach der ersten Hauptvariante sollen Teile der bestehenden Einfeldhalle weiterhin genutzt werden, allerdings nur für Nebenräume. Die zweite Variante sieht einen vollständigen Abriss der alten Halle und einen kompletten Neubau eine Dreifeldhalle vor.

Sowohl hinsichtlich der Nutzfläche als auch bei den Kosten sind die Unterschiede der beiden Varianten nur gering. Werden Teile der alten Halle umgebaut und integriert, beträgt die Investition rund 4,79 Millionen Euro, für den kompletten Neubau wird mit 4,75 Millionen Euro. Dieser wird mit einer Nutzfläche von 1839 Quadratmetern ausgewiesen. Die erste Variante hätte im günstigsten Fall eine Nutzfläche von 1900 Quadratmetern.

Der Bau- und der Hauptausschuss hatten sich für den Neubau ausgesprochen. Dieser hat neben der zweckmäßigen Gebäudeanordnung auch den Vorteil, dass die alte Halle während der Bauzeit weiterhin genutzt werden kann und erst nach der Fertigstellung des Neubaus abgerissen werden muss.

Darüber hinaus können die entstehenden Freiflächen genutzt werden. Die Halle ist nicht als Mehrzweckhalle geplant. Tribünen für Zuschauer wird es daher nicht geben. Sie soll allein dem Schul- und Vereinssport dienen.

Durch die deutlich größere Halle - gerechnet wird mit dem Faktor 2,6 - werden auch die jährlichen Kosten der Finanzierung steigen.

Nach Angaben von Fachbereichsleiterin Michaela Müller-Lautenschläger wird dies jährlich ein Mehraufwand von 166  000 Euro sein, die einmaligen Abrisskosten noch nicht mitgerechnet.

Nach dem derzeitigen Stand werden diese Mehrkosten das erste Mal in voller Höhe im Jahr 2020 anfallen. Angestrebt wird die Fertigstellung im Jahr 2019, was vor allem die vielen Freizeitsportler erfreuen dürfte. Finanziert werden soll der Neubau mit der Aufnahme eines Kredits in Höhe von vier Millionen Euro.

Bereits vor der Beratung über den Sporthallenneubau hatte Detlef Klix (BVB/Freie Wähler) gefordert, dass auch die Stadt Biesenthal einen Anteil an den Liquiditätsmitteln des Landkreises Barnim, die rund 77 Millionen Euro umfassen, erhält.

Wie Biesenthal-Barnims Amtsdirektor André Nedlin sagte, gebe es ein Schreiben von mehreren Hauptverwaltungsbeamten an den Landkreis, in dem darauf gedrungen wird, dass der ländliche Raum bei der Vergabe dieser Mittel nicht leer ausgehe und das Geld auch in diese Kommunen zurückfließen soll. Eine Reaktion sei aber vermutlich nicht vor Ende dieses Jahres zu erwarten.

Auf Vorschlag von Margitta Mächtig (Linke) wurde die Stadtverordnetenversammlung konkret und benannte den Sporthallenbau als Projekt, an dem sich der Landkreis Barnim unbedingt finanziell beteiligen möge. Sowohl diesem Antrag als auch der Beschlussvorlage zur Fortsetzung der Planung wurde ohne Gegenstimmen aus dem Gremium zugestimmt.

Der förmliche Baubeschluss ist damit noch nicht gefasst worden. Hierfür sind noch die Kreditaufnahme und die Verankerung des Vorhabens im Haushalt erforderlich. Bei der jetzt beschlossenen weiteren Planung soll auf Vorschlag von Andreas Krone (Bündnis 90/Die Grünen) die Möglichkeit im Auge behalten werden, dass auf dem Dach der Halle Solarmodule aufgestellt werden können.

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