Das Nachrichtenportal für Brandenburg

Bodenanalyse und Apfelmet

Michael Luthardt vom Landeskompetenzzentrum Forst, Jürgen Müller vom Thünen-Institut und Peter Schumacher von der Materialprüfungsanstalt (v.l.) schauen Eric Frank bei der Auswertung von Daten eines Aminosäure-Analysators über die Schulter.
Michael Luthardt vom Landeskompetenzzentrum Forst, Jürgen Müller vom Thünen-Institut und Peter Schumacher von der Materialprüfungsanstalt (v.l.) schauen Eric Frank bei der Auswertung von Daten eines Aminosäure-Analysators über die Schulter. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Marco Marschall / 29.06.2017, 07:55 Uhr
Eberswalde (MOZ) "Wir freuen uns eigentlich über jeden Tag, den es regnet", sagt Peter Schumacher. Denn wenn es regnet, gehe es dem Wald gut. Nur am Freitag würde der Geschäftsführer der Materialprüfungsanstalt (MPA) gern auf Niederschlag verzichten. In der Hoffnung, dass es dann mehr Besucher zur Langen Nacht der Waldwissenschaften zieht. Sie ist die erste ihrer Art und soll den Waldcampus der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE) und die Institute, die sich um ihn herumreihen, stärker ins Bewusstsein der Eberswalder rücken.

Viele würden das Gelände in der Alfred-Möller-Straße1 überhaupt nicht kennen. "Da oben bei der Forst" heiße es bei alteingesessenen Bewohnern der Waldstadt immer nur. "Da oben" versammeln sich neben MPA und HNE auch das Thünen-Institut und das Landeskompetenzzentrum Forst. Sie alle richten den Freitagabend gemeinsam aus und sind mit verschiedenen Versuchs- und Erklärständen vertreten.

Besucher lernen im Freiland-Labor, wie der Wasserfluss unter der Baumrinde gemessen wird und erfahren etwas über Telemetriesender, die in der Wildökologie eingesetzt werden. Es wird eine Boden-Schnelluntersuchung angeboten und untersucht, ob Regen Pestizidrückstände freisetzt. Wer möchte, kann zu diesem Zweck "eigenen Dreck mitbringen", der dann vor Ort analysiert wird.

Es ist ein Ring-Parcours, den die Besucher ablaufen. Für den Überblick sorgt eine Karte, auf der die einzelnen Stationen verzeichnet sind. Außerdem dürfen die Forschungeinrichtungen besichtigt werden. Ein großer gemeinsamer Tag der offenen Tür also. "Jeder für sich macht keinen Sinn. Nur in der Kooperation sind wird stark", sagt Jürgen Müller vom Thünen-Institut. Die Stadt Eberswalde begrüßt den Zusammenschluss der Forscher ausdrücklich. Bürgermeister Friedhelm Boginski hat die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen.

Dafür, dass es trotz hoffentlich ausbleibenden Regens nicht zu trocken wird, sorgen die Stiftung Waldwelten und Studierende der Hochschule. "Musikalisch werdet Ihr verwöhnt von Into the Woods mit anschließender Jam-Session, Madbadoo und DJ Fiasco", kündigt der HNE-Fachschaftsrat Wald und Umwelt auf seiner Facebook-Seite an. Außerdem werde es einen kleinen Markt mit Wild- und Veggie-Burgern, Smoothies, Makramee-Schmuck, exotischen Früchten und Apfelmet geben.

Erste Lange Nacht der Waldwissenschaften, Freitag 17 bis 23Uhr, Alfred-Möller-Straße1, anschließend Studentenparty

Kommentare

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG