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Holger Rudolph 16.07.2017 23:02 Uhr - Aktualisiert 17.07.2017 14:19 Uhr
Red. Neuruppin, lokales@ruppiner-anzeiger.de

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Das Jahr 1926 mahnt

Neuruppin (MZV) Zum Auftakt der Feierlichkeiten anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Neuruppin und Jahren Jugendwehr wurden am Samstagvormittag Wehrleute ausgezeichnet.

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Verdienter Neuruppiner: Klosterhof-Inhaber Marco Leppin bekam die Ehrennadel angesteckt.

© MZV

Fotostrecke

150 Jahre Neuruppiner Feuerwehr

Niedlich, weiß und wuschelig - Knut zog im Jahr 2007 die Berliner und später die ganze Republik in seinen Bann.  

Zum 150-jährigen Jubiläum der Neuruppiner Feuerwehr gab es Ehrungen und einen bunten Umzug. © MZV / Eckhard Handke

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Stadtbrandmeister Reinhard Jachnick gab zunächst einen kurzen Abriss über die Geschichte der Wehr. Zuerst von einem Turnlehrer geführt, nahm 1897 Bürgermeister Hermann Adolf Trenckmann die Geschicke der Brandbekämpfung in seine Hände und wurde Wehrführer, was von den Brandbekämpfern sehr begrüßt wurde.

Weitaus schlechter sah es 29Jahre später aus. Jachnick beschrieb den Zustand der Wehr von 1926 als "traurigen Tiefpunkt in ihrer Geschichte". Der damalige Wehrführer und 91seiner Kameraden traten zurück, weil die Ausstattung vollkommen desolat war: "Seit vielen Jahren hatten die Kameraden einen Neubau gefordert. Auch Kleidung und Ausrüstungsgegenstände waren in völlig unzureichendem Zustand. Endlich reagierten die Abgeordneten und es entstand eine neue Wache."

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in der Feuerwehr nur noch 42Aktive. Viele Brandbekämpfer waren gefallen.

Später leistete sich die Kommune eine Berufsfeuerwehr. Allerdings endete diese Ära bereits 1963.

Für die zurückliegenden zehn Jahre konstatierte Stadtbrandmeister Jachnick 3844Einsätze. Im laufenden Jahr mussten seine Kameraden bereits 177-mal ausrücken. Dabei seien 17 Menschen aus Notsituationen gerettet worden.

Jachnick dankte allen Brandbekämpfern der Kernstadt-Wehr und jenen der Ortsteil-Wehren sowie allen Angehörigen der Brandbekämpfer, ohne deren Verständnis diese ehrenamtliche Arbeit nicht möglich sein würde.

Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) stellte fest: "Für mich ist es eine besondere Ehre, heute dabei zu sein. Neuruppin hat wirklich eine sehr gute Feuerwehr. Allen, die mehr über ihre Geschichte erfahren möchte, denen empfehle ich die Ausstellung im Museum und das jüngst erschienene Buch von Verleger Peter Pusch." Golde holte einmal tief Luft, ehe er sich einem ernsteren Thema zuwendete: "Wir haben gerade alle gehört, dass es schon einmal einen Rücktritt sehr vieler Kameraden gab. Ich versichere Ihnen heute, dass wir es soweit nicht noch einmal kommen lassen werden. Wir werden eine neue Wache in Alt Ruppin bauen und zusehen, dass wir zeitnah auch eine Neue in Neuruppin hinbekommen."

Für sein Versprechen erntete der Rathauschef vor allem aus den Reihen der Aktiven starken Beifall. Der Kreisfeuerwehrverband dankte den Neuruppiner Einsatzkräften zu ihrem Jubiläum mit einem Geldgeschenk. Von Jachnick erhielten Jugendwehr und Feuerwehr eine Tafel und eine Statuette zum Jubiläum, die künftig in den jeweiligen Dienstzimmern aufgestellt werden sollen.

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