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Gemeinsamer Neubürger-Empfang von Frankfurt und Slubice am Sonntag im Collegium Polonicum

Flottes Tänzchen zur Begrüßung

Jörg Kotterba / 17.07.2017, 07:00 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Zum gemeinsamen Neubürger-Empfang der Europäischen Doppelstadt Frankfurt/Slubice hatten am Sonntag Oberbürgermeister Martin Wilke und Bürgermeister Tomasz Ciszewicz ins Collegium Polonicum eingeladen. Es wurde viel gelacht, getanzt, erzählt und gegessen.

Annähernd 150 Neu-Frankfurter und Neu-Slubicer kamen am Sonntagmittag zum Festakt und Brunch mit wunderbaren Tanzeinlagen der Gruppen Bohema aus Slubice, Szarm aus dem ukrainischen Schostka und Altanka aus Frankfurts weißrussischer Partnerstadt Witebsk ins Collegium Polonicum. Kurz vor Eröffnung des Bufetts wurden Frankfurts Oberbürgermeister Martin Wilke und sein Slubicer Amtskollege Tomasz Ciszewicz sogar zum Tanz nach heißen Rhythmen aufgefordert. Beide legten eine flotte Sohle hin.

Ideengeber des Neubürgerempfangs war im Jahre 2008 Frankfurts damaliger Oberbürgermeister Martin Patzelt. Seit 2014 wird er gemeinsam mit der Nachbarstadt Slubice durchgeführt. Mit dem Neubürgerempfang möchten beide Städte den "Neuen" ihre Wertschätzung erweisen und signalisieren, "dass wir bestmögliche Bedingungen für einen Neustart schaffen, angefangen in den Kitas und Schulen", meinte Gastgeber Tomasz Ciszewicz

Über die Vorzüge der Doppelstadt mit gemeinsamen Kultur- und Bildungsangeboten, einer gemeinsame Infrastruktur, so der grenzüberschreitenden Buslinie 983, und der Bedeutung der Hochschulen Europa-Universität Viadrina und Collegium Polonicum informierte OB Martin Wilke auch in persönlichen Gesprächen am Rande des Empfangs. Gern verwies er auf das kompakte Angebot der Stadt Frankfurt in den Bereichen Soziales, Kultur und Bildung. In seiner Festrede rief Frankfurts Stadtoberhaupt zur Bürgerbeteiligung über die Bürgerplattform auf der städtischen Homepage www.frankfurt-oder.de auf und lud zu seinen Bürgersprechstunde auf. Die Termine werden regelmäßig in der MOZ veröffentlicht.

Ob Hans-Peter Oberlander dieses Angebot des Oberbürgermeisters einmal nutzt? Der Musiker vom Jahrgang 1987 stammt aus der kleinen Stadt Owen in Baden-Württemberg. Seit dem Sommer vergangenen Jahres ist der Posaunist Praktikant im Brandenburgischen Staatsorchester, wohnt in Hansa-Nord - und darf sich somit Neubürger nennen. "Mehr als 700 Kilometer von daheim - das ist schon eine Herausforderung. Aber ich habe hier in Frankfurt, auch dank Gottes Fügung und meiner Musikerkollegen, gut Fuß gefasst und nette Leute kennengelernt." Oberlander, der über die Stationen Hochschule für Musik Freiburg und Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar "immer mehr Richtung Osten" an die Oder kam, sammelt in der Frankfurter Evangelischen Freikirche Wort und Glaubens "neue Erfahrungen."

Was dem Mitglied in zahlreichen Jugendorchestern wie dem Baltic Sea Youth Philharmonic und den Mannheimer Philharmonikern an Frankfurt besonders gefällt? "Die Oder mit dem Ziegenwerder. Und das für diese kleine Stadt doch so große Angebot an Kultur. Die Stadt gibt dafür viel Geld aus, obwohl sie wenig hat."

Nach Frankfurt zogen in den zurückliegenden zwölf Monaten 1378 Menschen, davon 644 Ausländer, darunter die Hälfte Polen. Frankfurt hat derzeit mit Stand vom 30. Juni 58 537 Einwohner. 200 "Neue" meldeten in Slubice ihren Hauptwohnsitz an. Dort werden jetzt knapp 18 000 Einwohner gezählt.

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