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Zu wenig Freizeitangebote

Fragebogen zur "Sozialen Stadt": Sonja Palfner hat die Antworten der Bürger ausgewertet.
Fragebogen zur "Sozialen Stadt": Sonja Palfner hat die Antworten der Bürger ausgewertet. © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Ruth Buder / 08.11.2016, 19:28 Uhr
Beeskow (MOZ) Vor gut drei Monaten erhielten alle 674 Haushalte im Quartier "Luchgraben" einen Fragebogen, 54 wurden zurück geschickt. Sie enthielten Antworten zur Zufriedenheit in ihrem Wohngebiet.

Das Gebiet "Luchgraben" erstreckt sich vom Bahnhof über das Fontaneviertel, die Poststraße und Am Graben bis zur Spree. Im Rahmen eines Bund-Land-Förderprogramms "Soziale Stadt" hat die Stadt die Möglichkeit, innerhalb der nächsten Jahre zusammen mit den Bürgern zu einer Verbesserung der Lebensumwelt beizutragen - deshalb die Befragung.

Sonja Palfner, die die Fragebögen auswertete und seit Mai 2016 für die Programmgestaltung des Hüfnerhauses verantwortlich ist, zeigt sich erfreut, dass alle Altersgruppen ihre Meinung gesagt haben. "Ob jung oder alt, alleinstehend oder in Partnerschaft lebend, ob alleinerziehend oder nicht, aus allen Gruppen haben wir Rückmeldungen erhalten. "Von den insgesamt 674 verteilten Fragebögen kamen 54 ausgefüllt zurück. Auf den ersten Blick erscheint das wenig. "Ein Rücklauf von zirka acht bis zehn Prozent stellt bei solchen Aktionen einen recht guten Schnitt dar", relativiert Sonja Palfner.

Viele hätten in den Fragebögen angegeben, mit dem Leben insgesamt zufrieden zu sein. Aber kaum jemand sei "sehr zufrieden". In den Altersgruppen 30 bis 39 Jahre und 55 bis 64 Jahre haben auch einige angegeben, nicht zufrieden zu sein. In Bezug auf Straßen, Bürgersteige und Radwege gibt es viel Unzufriedenheit im Quartier. Etwas besser ist die Meinung zu den Grünflächen. Nur die Beleuchtung wurde mehrheitlich als zufriedenstellend empfunden. Konkrete Hinweise und Vorschläge gab es zu Bänken, Zebrastreifen und Mülleimern.

"Besonders deutlich tritt in den Fragebögen der Wunsch nach öffentlichen Plätzen als Treffpunkte zutage", berichtet Sonja Palfner. Wenn es Ideen gibt, wo solche Plätze entstehen könnten, seien Bürger jetzt aufgerufen, der Beeskower Sanierungsbeauftragten Kerstin Müller von den Orten einfach per E-Mail Fotos zu schicken (kerstin.mueller@beeskow.de).

Aber nicht nur zu ihrem Lebensumfeld wurden die Menschen befragt. In einem zweiten Teil ging es im Fragebogen um die Freizeitgestaltung der Erwachsenen und Kinder, bei der sich besonders 30- bis 39-Jährige äußerten. "In diesem Punkt gibt es eine große Unzufriedenheit mit Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren und für Erwachsene", berichtet Sonja Palfner. Vor allem kreative Veranstaltungen, Ausflüge und Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche würden gewünscht. Erwachsene wünschen sich Bildungsangebote, gesellige und kulturelle Veranstaltungen.

"Die Fragebögen haben Hinweise gegeben, aber jetzt muss es konkret werden", wünscht sich Sonja Palfner.

Interessierte Bürger sind eingeladen zu einer Ideenwerkstatt am 18. November von 16 bis 18 Uhr im Hüfnerhaus. Wer keine Zeit hat, kann zu Sonja Palfner Kontakt aufnehmen, Telefon 01520 8988184

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