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Oranienburger Handballer nach Kopfballtor im Freudentaumel

Stefan Zwahr / 17.07.2017, 08:51 Uhr
Birkenwerder (OGA) "Diese Geschichten schreibt nur der Fußball." So abgedroschen diese Phrase auch ist: Sie stimmt. Das weiß nun auch Huseyin Öksüz. Der 28-Jährige erzielte am Freitag ein Tor per Kopf. Für ihn ist das ungewöhnlich, da er Handballer ist. Mit seinem Oranienburger HC trat der Rückraumspieler in einem Fußball-Freundschaftsspiel gegen den Birkenwerder BC an und markierte in der 43. Minute den viel umjubelten Ehrentreffer für sein Team. Es war zugleich das Tor zum 4:1-Endstand.

"Es hat echt Spaß gemacht", betonte Öksüz. Dieser spielte einst selber Fußball. "Das war in der Grundschule und ist also über 15 Jahre her." Dass er nichts verlernt hat, stellte er im Duell mit dem Landesklasse-Vertreter unter Beweis. "Ich habe einen schönen Pass von Janis Bohle bekommen. Das Tor musste ich machen." Wie die kleinen Kinder hüpften die Drittliga-Handballer nach dem Treffer vor Freude im Kreis. "Ich denke, wir haben gut gespielt", sagte der Torschütze. Wenngleich bei Trainingseinheiten öfter Mal der Fußball rolle, sei ein derartiger Vergleich etwas anderes. "Es macht einen großen Unterschied, ob du in der Halle oder auf Kunstrasen spielst. Das Feld ist ganz schön groß. Wir wussten gar nicht, wie schnell wir passen sollen."

OHC-Trainer Christian Pahl sprach von einer netten Abwechslung. "Es war aber schon zu sehen, dass Leute wie David Sauß überfordert waren", scherzte der Coach. Der 23-Jährige konterte: "In der Zeit, in der ich auf dem Platz war, haben wir 1:0 gewonnen."

Sein persönliches Erfolgserlebnis hatte auch BBC-Stürmer Ron Haß. Dieser blieb in den 60 Minuten zwar ohne Tor (Roggentin, Weigl, Noack und Marx trafen), hatte aber dann seinen großen Auftritt. Nach dem Spiel mussten fünf OHC-Spieler zum Elfmeterschießen auf ein Großfeldtor ran, fünf Fußballer zum Siebenmeterwerfen auf ein kleines Tor. Endstand: 4:2 für den OHC. Für Birkenwerder traf auch Haß. "Die Handballer waren gut. Man merkt aber von den Laufwegen her, dass es keine Fußballer sind."

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