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B112 - ein paar Tage ohne Sperrung

Es rollt in beide Richtungen: Die Sperrung auf der B 112 beim Abzweig Pohlitz wurde aufgehoben
Es rollt in beide Richtungen: Die Sperrung auf der B 112 beim Abzweig Pohlitz wurde aufgehoben © Foto: MOZ/Gerrit Freitag
Janet Neiser / 17.07.2017, 20:32 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Die Bundesstraße 112 ist in diesem Sommer wieder Schwerpunkt für Instandsetzungsmaßnahmen. An mehreren Abschnitten wurde und wird gebaut. Sperrungen sind die Folge. Das erste Teilstück am Abzweig nach Pohlitz ist am Montagnachmittag wieder freigegeben worden - vorfristig.

Wer in den letzten Wochen von Frankfurt aus nach Eisenhüttenstadt wollte, der musste eine Umleitung in Kauf nehmen. Der Grund war eine Straßeninstandsetzung auf der B 112 am Abzweig Pohlitz. Aus der anderen Richtung konnte man - mit verminderter Geschwindigkeit - die Baustelle passieren. Bis Mittwoch war die einseitige Sperrung vorgesehen - doch am Montagnachmittag stand fest: Die B 112 wird noch am gleichen Tag wieder für den Verkehr geöffnet und damit die Nadelöhrsituation beendet.

Zumindest bis 31. Juli herrscht nun zwischen Frankfurt und Eisenhüttenstadt freie Fahrt, dann beginnt die nächste Maßnahme von der Grubenbahnstraße bis hin zur Esso-Tankstelle. Diesmal mit Vollsperrung in beide Richtungen. Und auch dann soll der Verkehr wieder über Ziltendorf und Vogelsang fließen. Das wird die offizielle Umleitungsstrecke.

Die Nordanbindung spielt für den Umleitungsverkehr erneut keine Rolle - jedenfalls nicht offiziell. Schon bei der gerade beendeten Maßnahme hat sich manch ortskundiger Autofahrer gefragt, warum die Strecke zwischen Oderlandstraße bis zum Kreisel, von dem aus man zur B 112 kommt, nicht als Umleitung genutzt wurde. In den Überlegungen des Landesbetriebes Straßenwesen war dies nämlich durchaus eine Option.

Da es sich bei der Nordanbindung jedoch nicht um eine Landestraße handelt, sondern um eine Straße, für die Stadt Eisenhüttenstadt zuständig ist, musste der Landesbetrieb nachfragen, ob eine Nutzung als Umleitung überhaupt möglich ist. Die Stadt allerdings habe damals abgelehnt, erinnert sich Edgar Gaffry, Vorstand für Planung und Bau beim Landesbetrieb. Das Nein hatte allerdings einen Grund. Die Stadt selbst plante nämlich bereits Instandsetzungsarbeiten auf der Oderlandstraße. Diese wurden aber auf September verschoben, weil es zum Stadtfest Eisenhüttenstadt Ende August bereits zahlreiche andere Sperrungen gibt.

Könnte die Nordanbindung nicht wenigstens bis September als Umleitung genutzt werden, wenn auf der B 112 die nächste Maßnahme ansteht? Doch da kommt aus dem Landesbetrieb Straßenwesen ein klares Nein. "Dann müsste die Umleitungsstrecke während der Maßnahme noch einmal umgeschwenkt werden", sagt Danny Knedler von der Straßenmeisterei Eisenhüttenstadt. Das sei ein Mehraufwand, der zusätzlich auch noch Geld kosten würde. Deshalb wird die offizielle Umleitung nach Frankfurt erneut über Vogelsang und Ziltendorf führen. Das bestätigt auch Edgar Gaffry. "Wir suchen die Straßen aus, die dafür geeignet sind", sagt er. Und da es sich in diesem Fall auch noch um Landesstraßen handele, liege diese Lösung erneut nahe.

Dennoch gab es einen Punkt, der vor der Ende Juli startenden Baumaßnahme noch einmal geprüft wurde, und zwar weil es eine Anfrage seitens ArcelorMittal Eisenhüttenstadt gab. Das Werktor 2, auch Schönfließer Wache genannt, liegt nämlich genau im nächsten Bauabschnitt. Eine Vollsperrung dort wäre fatal, denn durch das Tor fahren nicht nur Arbeitnehmer, sondern vor allem auch Lieferfahrzeuge. "Der Zugang an dieser Stelle wird immer möglich sein", versichert Edgar Gaffry. Man werde eine extra Baustellenampel aufstellen, die dann den Verkehr regele.

Bereits am 24. Juli wird zudem die B 112 zwischen Neuzelle und Guben für mehrere Wochen gesperrt. Dort wird die Decke der Bundesstraße auf knapp zwei Kilometer Länge abgefräst und erneuert.

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