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Simone Weber 03.08.2017 18:08 Uhr
Red. Rathenow, redaktion-rn@brawo.de

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Landrat auf Rhinow-Tour

Amt Rhinow (MOZ) Sechs Stationen umfasste am Donnerstag das straffe Tourprogramm des Landrats, als er das Amt Rhinow vom Vor- bis zum Nachmittag besuchte. Begleitet wurde Roger Lewandowski (CDU) durch Amtsdirektor Jens Aasmann (SPD).

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"Turmgespräch": Fördervereinsvorsitzende Monika Pickenhahn mit Landrat Roger Lewandowski und Amtsdirektor Jens Aasmann (li.). Vom Kirchturm aus sieht man gut das verfallende Schloss in Hohennauen.

© weber

Erste Station war Hohennauen in der Gemeinde Seeblick. Dort erklärte Monika Pickenhahn, Vorsitzende des Fördervereins zum Erhalt der Dorfkirche, die Gäste über den Fortgang der Kirchensanierung. Das Gotteshaus wurde 1710 bis 1720 im Barockstil errichtet. Aus dem 12. Jahrhundert blieb der spätromanische Wehrturm erhalten. Er ist Blickfänger am Ortsein- bzw. ausgang, dort, wo sich das Westufer des Hohennauener-Ferchesarer Sees befindet.

Die Sanierung des Turms konnte im Mai 2017 endlich beginnen. Das Dach, inklusive des Holzunterbaus, wird neu gedeckt, und kaputte Ziegel werden durch neue im alten Klosterformat ersetzt. Anschließend wird das Dach des Kirchenschiffs mit Ziegeln im Klosterformat in der historischen Verlegung, im Kalkbett, neu gedeckt.

Wie die Vereinsvorsitzende berichtete, betragen die Sanierungskosten rund 500.000 Euro. Der Eigenanteil beläuft sich auf etwa 30 Prozent. Der Löwenanteil der Kosten wird durch EU-Mittel gedeckt. Zum Eigenanteil steuerte der Förderverein 30.000 Euro aus Spenden bei. Um zum Abschluss des Projekts ein neues Kirchenkreuz auf den Turm setzen zu können, wurden im Dorf Spenden gesammelt. "Die Resonanz der Hohennauener war groß. Nahezu jede Familie hat etwas zur Spendensumme beigetragen", so Monika Pickenhahn weiter. Dies zeige, dass sich die Hohennauener mit ihrer Dorfkirche identifizieren.

Oben vom Kirchturm aus hat man auch einen, sonst durch viele Bäume verstellten Blick auf das ehemalige Schloss in Hohennauen. Seit Anfang der 1990er Jahre verfällt das, noch im Privatbesitz befindliche Gebäude. Landrat Lewandowski interessierte es, ob eine Rettung des dreiflügeligen Schlosses und eine Nutzung möglich sei. Amtsdirektor Aasmann erkärte, dass es theoretisch für einen Euro zu haben wäre. Doch wies er auch auf entstehende Kosten durch Sicherungspflichten hin und auf zu erwartende Denkmalschutzauflagen bei einer Restaurierung bzw. Sanierung, die die Projektkosten nach oben treiben können.

Nächste Station des Landrats und des Amtsdirektors war Spaatz, inmitten des Sternenparks Westhavelland. Das Dorf hat Anfang des Jahres die gesamte Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Technik umgestellt. Zudem strahlen die neuen Lampen weniger Licht gen Himmel ab. Es bleibt dadurch schön dunkel, gut für Sternengucker und Leute, die den gesunden Schlaf haben wollen. Thema war dort auch ein im Ort geplantes Gemeinschaftshaus.

Weiter ging es sodann nach Stölln zum Flugsportverein, der sein Vereinsheim sanieren will, und zum Otto-Lilienthal-Verein, nach Kleßen ins Spielzeugmuseum, zum Kolonistenhof in Großderschau und schließlich zur Feuerwehr in Rhinow.

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