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Danewitz stellt 750-jährige Geschichte in neuer Chronik und historischem Umzug dar

Countdown zum Jubiläum

In Danewitz wird auf besondere Weise auf das bevorstehende Ortsjubiläum hingewiesen.
In Danewitz wird auf besondere Weise auf das bevorstehende Ortsjubiläum hingewiesen. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Olav Schröder / 16.08.2017, 07:50 Uhr
Danewitz (MOZ) Das Programm steht, die neu erstellte Chronik für den Ort liegt vor. Die Vorbereitungen gehen unter anderem mit Aufstellproben für den Festumzug in die letzte Runde. Vom 25. bis 27. August feiert Danewitz sein 750-jähriges Bestehen.

Am Anfang der Zeitrechnung von Danewitz steht die "via Bizdal", eine uralte und vorslawische Handelsstraße, wie es in der zum Ortsjubiläum vorgelegten Chronik heißt. Die Route führte von der Spreemündung an der Panke entlang nach Bernau und weiter über Rüdnitz und Danewitz bis zum Finowflüßchen und damit zur Oder. Dieser Handelsweg wird urkundlich erstmals 1267 erwähnt und in diesem Zusammenhang auch Danewitz. Bestätigt wird Danewitz dann auch 1375 im Landbuch Kaiser Karls IV., eine statistische Darstellung des Landes im Spätmittelalter.

Die zwölfköpfige Chronikgruppe um Friedrich-Wilhelm Gesche, dem früheren Danewitzer Bürgermeister, und Ortschronistin Monika Noack hat mit ihrer intensiven Arbeit erst vor rund einem Jahr begonnen. Die Arbeitsgemeinschaft konnte dabei auch auf das Material der verstorbenen früheren Ortschronistin Eveline Kaltwasser zurückgreifen und erhielt überdies Unterstützung von Chronisten umliegender Orte, wie Monika Noack hervorhebt. Die Chronik wird während der Jubiläumsfeierlichkeiten zum Selbstkostenpreis an der Schmiede verkauft werden. Die schon jetzt recht umfangreiche Darstellung - das Manuskript umfasst rund 50 Din-A-4 Seiten - soll nach der 750-Jahrfeier noch detaillierter ausgearbeitet werden, wie Friedrich-Wilhelm Gesche sagt.

Die Danewitzer Aktivitäten fanden dabei viel Unterstützung, wie Ortsvorsteher Detlef Matzke hervorhebt. Biesenthals Bürgermeister Carsten Bruch sowie sämtliche Stadtverordnete hätten stets ein offenes Ohr für die Arbeit in Danewitz gehabt.

Einen besonderen Höhepunkt während der Festtage wird die historische Festumzug darstellen. Er startet am 26. August, um 11.30 Uhr. "Der Umzug", sagt Detlef Matzke, "orientiert sich an der Ortsgeschichte." Er beginnt mit der Ersterwähnung. Der frühere Bürgermeister Gesche und Ortsvorsteher Matzke haben, wie die anderen Umzugsteilnehmer auch, Kostüme gewählt, die der jeweiligen dargestellten Epoche entsprechen. Insgesamt wird es in dem Umzug 23 Bilder geben. Auch der Spielmannszug Pankow, eine Schalmeienkapelle und "Rumpelstolz" werden vertreten sein. Rund 150 Teilnehmer - Danewitz zählt gegenwärtig rund 260 Einwohner - werden den Umzug bilden, etwa 100 davon historische Kostüme tragen. Dargestellt werden unter anderem der große Dorfbrand, der 30-jährige Krieg, das Schulhaus, die Kirche und die Backöfen, die Danewitz zum Märkischen Backofendorf gemacht haben. Außerdem wird es ein Bild der ortsansässigen Unternehmer geben. Detlef Matzke verweist in diesem Zusammenhang auf die vielen Sponsoren aus Danewitz und Biesenthal, die das Fest unterstützen. Wenn der Umzug zum Abschluss auf dem Festplatz angekommen ist, werden alle Teilnehmer zu Fuß ein gemeinsames großes Bild stellen.

Zu dem Programm am 26. August gehören der Festgottesdienst auf dem Festplatz mit Opernsänger Carsten Mainz (9 Uhr) sowie die Auftritte von Antje Klann, Julian David und den Gebrüdern Blattschuss (ab 14 Uhr) sowie Graham Bonney (ab 22.30 Uhr).

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