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Olav Schröder 18.08.2017 07:50 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

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Streit um Wehrmühle beigelegt

Biesenthal (MOZ) Nach mehreren Anläufen liegt jetzt offenbar ein konsensfähiger Vorentwurf des Bebauungsplans "Abrundung Wehrmühle" vor. Der Bauausschuss stimmte dem Entwurf einstimmig zu. Nach Gesprächen mit dem Investor ist etwas "komplett Neues" entstanden, wie der Ausschussvorsitzende Andres Jahn sagte.

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Der Bereich der Wehrmühle bei Biesenthal stellt einen der romantischsten Plätze in unmittelbarer Nähe der Stadt dar. Nordwestlich und östlich des Bereichs sollen qualitativ hochwertige Wohn- und Feriendomizile entstehen.

© MOZ/Sergej Scheibe

In der Vergangenheit hatten sich manche Biesenthaler vor allem an der Ausdehnung der geplanten Bebauung im Bereich der Wehrmühle gestoßen. Der Bauherr strebt dort die Errichtung von qualitativ hochwertigen zweigeschossigen Wohn- und Feriendomizilen an. Befürchtet werden dadurch nicht allein Nachteile für den Bereich selbst. Sorgen bereiten auch mögliche Nachahmer, die sich bei ähnlichen Vorhaben auf die Erweiterung der Splittersiedlung beziehen könnten, sollte sie denn vollzogen werden.

Diesen Sorgen hat der Eigentümer und Bauherr Michael Hecken mit der Änderung der Planung jetzt entsprochen. Ursprünglich sollte der Bebauungsplan auch die nordwestlich angrenzende Koppel umfassen. Diese wurde jetzt aus der Planung herausgenommen. Bereits in der Einwohnerfragestunde begrüßte dies ein Biesenthaler als "sehr gut". Ebenso wurde ein Nachbargrundstück aus dem Planungsbereich herausgenommen. Der neue Vorentwurf konzentriere sich auf die Bebauung im östlichen Bereichs der Wehrmühle, wie Michael Hecken sagts.

In den jetzt neu gezogenen Sondergebieten östlich und nordwestlich der Wehrmühle wurden außerdem zwei umstrittene Nutzungsmöglichkeiten gestrichen. Gastronomie und Personalwohnungen sind in diesen beiden Bereichen nunmehr ausgeschlossen. Zum zulässigen Nutzungskanon gehören die Beherbergung, der Pferdesport, die Wohnnutzung und das Freizeitwohnen.

Noch keine Antwort gab es allerdings auf die Frage, wie viele Wohnungen tatsächlich entstehen sollen. "Dies ist aber genau die Frage, die viele Biesenthaler interessiert", stellte Margitta Mächtig (Linke) kritisch fest. Zwar sei dem Vorentwurf zu entnehmen, dass pro Wohnung ein Stellplatz und für jeweils zehn Wohnungen drei Besucherstellplätze zu schaffen sind. Die letztendliche Zahl der Wohnungen sei aus dieser Rechenformel aber nicht ersichtlich.

Eine konkrete Angabe hierzu wird nach Angaben des Planers Martin Hoffmann die nächste Planungsstufe, der Bebauungsplanentwurf, enthalten - eine Entwicklung die der Bauausschuss ausdrücklich im Auge behalten will. Im Vorentwurf, so Hoffmann, seien allerdings schon etliche Vorgaben enthalten, die eine massive Bebauung unterbinden würden. Allein durch die Aufteilung des östlichen Planbereichs entlang des Wehrmühlenwegs in drei Baufenster mit entsprechenden Gebäudeabständen sei beispielsweise eine reihenhausartige Bebauung ausgeschlossen.

Für Diskussionsstoff sorgte auch die Frage, wie viel Fläche eines Grundstücks bebaut werden darf. 30 Prozent sind laut Vorentwurf vorgesehen, 25 Prozent seien für diesen Außenbereich auch angemessen, so Margitta Mächtig.

Bauherr und Planer verwiesen darauf, dass die Erdgeschosse der Gebäude großflächiger als die zweiten Geschosse mit Dachterrasse sein sollen. Daraus ergebe sich die höhere Grundflächenzahl. Optisch würden sich die Gebäude auch durch die festgelegte Begrünung der Dächer in die Umgebung einpassen.

Der Ausschuss empfahl den Stadtverordneten schließlich einstimmig, den Vorentwurf für den Bebauungsplan anzunehmen.

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