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Bebaungsabsicht für Grundstück des ehemaligen Schützenhauses / Ausschuss regt Gespräch mit Investor an

Pläne für die Plottkeallee

Zurzeit eine Wiese: Gegenüber vom Amtsgebäude stand einmal das frühere Schützenhaus.
Zurzeit eine Wiese: Gegenüber vom Amtsgebäude stand einmal das frühere Schützenhaus. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Olav Schröder / 24.08.2017, 06:30 Uhr
Biesenthal (MOZ) Noch nicht überzeugend fanden die Mitglieder des Biesenthaler Bauausschusses die Ideen eines Investors zur Bebauung einer Fläche an der Plottkeallee. Die künftigen Gebäude sollten vor allem mehr Rücksicht auf ihren Standort am Eingangsbereich der Stadt nehmen.

Zwei Gebäude hat der Investor auf der unbebauten Wiesenfläche gegenüber des Biesenthal-Barnimer Amtsgebäudes vorgesehen. Auf dem Grundstück kurz vor der Einmündung der Rudolf-Breitscheidstraße befand sich das frühere Schützenhaus.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt handelt es sich um einen frühen Verfahrensstand. Bislang liegt vom Bauherrn bei der Kreisverwaltung ein Antrag auf Erteilung eines Bauvorbescheides vor. Mit ihm kann geklärt werden, ob das Bauvorhaben planungsrechtlich an dieser Stelle zulässig ist. Der Landkreis hat sich daraufhin seinerseits an die Stadt Biesenthal gewendet und um eine Stellungnahme zu dem beabsichtigten Bauvorhaben gebeten.

Auf dem Areal sollen zwei Gebäude entstehen, die in beiden Fällen eine Grundfläche von rund 19 mal 13 Metern haben. Für beide Häuser ist eine zweigeschossige Bebauung vorgesehen. Das Dach soll ausgebaut werden. Die Fluchtlinie der Gebäude zur Straße wird versetzt. Damit hat der Investor die ursprünglichen Bebauungsabsichten variiert. In einem ersten Entwurf war die Errichtung eines einzigen, aber größeren Gebäudes dargestellt worden.

Aber auch die Teilung des größeren Blocks überzeugte den Ausschuss noch nicht. Für den Eingangsbereich der Stadt Biesenthal fallen die geplanten Gebäude "ein bisschen zu üppig aus", hielt der Bauausschussvorsitzende Andreas Jahn (CDU/Pro Danewitz) fest. Der Wiesen-Standort sei außerdem durch die unmittelbare Nachbarschaft zum Biesenthaler Stadtpark geprägt. Er hoffe daher, dass es gelingen werde, "eine Bebauung zu realisieren, die sich an den Charakter von Wald und Wiese einfüge.

Als "unangemessen" und "potenziell abschreckend" bezeichnete auch Margitta Mächtig (Linke) die derzeit beabsichtigte Bebauung für diesen Bereich. Wenn auch nicht in der gleichen Größenordnung, so schwebt ihr für den Stadteingangsbereich eine Bebauung wie beispielsweise von der Art des Waldsolarheims in Eberswalde vor.

In der bislang vorliegenden Form lehnte der Bauausschuss das Vorhaben zwar schließlich ab, sucht jedoch weiterhin das Gespräch mit dem Investor mit dem Ziel, eine modifizierte Bebauung zu ermöglichen.

Andreas Jahn erinnerte daran, dass der Investor davon gesprochen habe, dass er auch bereit sei, im Erdgeschoss eine Kindertagesstätte zu integrieren. Der Bedarf an Kita-Plätzen in Biesenthal wachse. Jahn bedauerte zugleich, dass die schon vor der Bauvoranfrage ergangene Einladung an den Investor zur Teilnahme an einer Ausschusssitzung nicht wahrgenommen wurde.

Im Bauausschuss traf auch ein Bauantrag, an der Eberswalder Chaussee im Bereich der Biesenthaler Tankstelle und des Netto-Markts eine große Werbeanlage für Produkte mit rotierenden Ansichten aufzustellen, auf wenig Gegenliebe. In diesem Bereich gebe es auch Anwohner, die vor der Beleuchtung der Werbeanlage geschützt werden sollten. Der Ausschuss lehnte die Anlage einstimmig ab.

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