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Neue Tourismus-Information an den Uckermärkischen Bühnen stößt auf Unverständnis

Umzug von viel Kritik begleitet

Touristen rechts, Theatergäste links: Susanne Pätzold (li.) und Katja Adamczyk von der Tourist-Info am neuen Tresen neben der Theaterkasse an den Ubs.
Touristen rechts, Theatergäste links: Susanne Pätzold (li.) und Katja Adamczyk von der Tourist-Info am neuen Tresen neben der Theaterkasse an den Ubs. © Foto: MOZ
Michael Dietrich / 14.10.2011, 07:30 Uhr
Schwedt (MOZ) Der Umzug der Tourist-Information von der Vierradener Straße in die Uckermärkischen Bühnen wird in der Stadt heftig diskutiert. Viele Leser entrüsten sich regelrecht: „Der Plan, Touristen an die Ubs. zu locken, wird fehlschlagen. Das sind Träumereien von Unwissenden, die die Stadt ruinieren“, „Fatale Entscheidung“, „Eine Tourist-Info gehört ins Herz der Stadt. Dieses ist und bleibt nun mal die Altstadt. “ „Ja, sind denn die Stadtväter jetzt völlig verrückt geworden?“,?„140 000 Euro – wie bitte? Schwedter vereinigt euch und zeigt den Umzug bem Bund der Steuerzahler an!“ So oder ähnlich lauten die Kommentare auf den Berichte über den bereits laufenden Umzug. Ab Montag öffnet die Tourist-Info im Theater.

Die Stadtverordneten hatten das Umzugsvorhaben bereits 2004 mit dem Projekt zur Entwicklung des Europäischen Hugenottenparks abgesegnet. 2008 gaben sie die Mittel dafür frei, vorbehaltlich der EU-Förderung über?128 000 Euro. Das Foyer der Ubs. sollte danach für 140 000 Euro so umgebaut werden, dass die Tourist-Info ins Theater geholt werden kann. Ziel war es, Synergien zu erzeugen, Kultur, touristische Angebote und Gastronomie zu bündeln. Eine „Hauptanlaufstelle“ für Touristen sollte bis zum Brandenburg-Tag in dem Haus entstehen. Groß debattiert wurde die Vorlage damals nicht. Auf jener Sitzung wurde auch der heiß diskutierteBau der neuen Freilichtbühne für 570 000 Euro beschlossen.

Der Tourismusverein Nationalpark Unteres Odertal, Träger der Tourist-Info, informierte auf seiner Jahresversammlung vorige Woche über den Umzug. Mehrere Mitglieder zeigten sich überrascht, kritisierten die Entscheidung und äußerten Zweifel an der Eignung des Standortes. Der Tourismusverein habe sich in der Altstadt sehr gut aufgehoben gefühlt, könne aber die Entscheidung der Stadt, des größten Geldgebers des Vereins, nicht beeinflussen, stellte die Vereinsführung klar. Positiv sei, dass eine Mietersparnis von 2000 bis 4000 Euro im Vergleich zur Vierradener Straße in Aussicht gestellt wurde.

Der Verein will nun erst einmal „sehen, wie es läuft“. Im Internet wird derweil aufgerufen: „Es ist noch nicht zu spät, die Entscheidung zurückzunehmen.“

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Tf.628 15.10.2011 - 00:44:56

..

Das ist wirklich keine gute Entscheidung mit dem Umzug und verschlingt unnötig Steuergeld. Der Zeirungsartikel hängt bei uns im Dienstraum an der Pinne und die Kollegen schütteln fast alle mit dem Kopf über so viel Dummheit.

Brötchen 14.10.2011 - 23:23:22

Das ging aber schon lange rum.

Als Herr Freyhoff noch Leiter des Tourismusbüros war, ging es los. Bestimmt vor 4, 5 oder mehr Jahren. Auch wurde schon mehrfach davon berichtet. Also wer es bis heute nicht in Schwedt wußte, der sollte sich selber überprüfen. Aber Herr Freyhoff konnte sich noch gut dagegen wehren. Seit die junge Leitung von außerhalb da ist, wird diese doch vorgeführt von den Eintscheidungsträgern. Der Tourismusverein selbst hat da doch nichts zu sagen. Das haben sich eindeutig Stadt und UBS ausgetüftelt und umgesetzt. Die Folge - Murks wie immer, wenn diese etwas planen. Wird Zeit, daß alte Zöpfe abgeschnitten oder gestutzt werden.

Andreas Schwarze 14.10.2011 - 22:08:54

Meinung

Wenn ich im Bericht lese das der Träger der TouristInfo erst in der vergangenen Woche auf einer Versammlung, "als die Messen schon gesungen waren", seine Mitglieder informiert - dann ist mir alles klar. Das keiner den Mund aufmacht, z.B. der Gewerbetreibenden in der Altstadt ist verständlich. Zu sehr fürchtet man eventuell entstehende Nachteile. Der eine ist Betreiber einer großen Küche, die andere erst frisch in der Selbstständigkeit. Kann ich verstehen! Wenn man im Schwedter Rathaus jedoch denkt keiner bemerkt diese Kommentare hier so irrt man gewaltig. Etwa schon vergessen das es dank der eigenen Stadtwerke jetzt Internet bis ins kleinste Dorf gibt?! Auch "Tante gurgel" googlte solche Diskussionen. Irgendwann wir SpiegelTV darauf aufmerksam (ähm nur mal ein Beispiel, muß ja nicht passieren) und der Katzenjammer ist groß. Ich erinnere mich noch zu gut an die Berichterstattung vor Jahren über den Schwedter Hafen. Soweit muss es nicht kommen, soll z.B. die TMB mal die TMU und diese den Träger und die Politik zur Ordnung rufen. Auch die MdL und MdB die so gerne "twittern", "bloggen" wie ihnen ihr Pausenbrot im Landtag usw. schmeckt könnten sich mal äußern. Aber neeee könnte ja Arbeit auf einen drauf zu kommen.

Brötchen 14.10.2011 - 20:03:01

Danke Piotr,

daß Sie als Außenstehender oder Gast unserer Stadt das hier kundtun. Sonst wird es wieder als haltlose Meckerei dargestellt oder als Dauernörgeln. Dabei nutzen die Kritker nur ihr naturgegebenes Hirn. Dazu muß man nicht einmal besonders schlau sein. Aber selbst das scheint bei Manchem einfach zu viel verlangt zu sein. Ich zweifel inzwischen echt am Verstnad der Stadtverwaltung und ihrer Organe. Und ich weiß, daß selbst zahlreiche Abgeordnete inzwischen das Grauen packt.

BMT 14.10.2011 - 18:21:19

@ MOZ-Leser

KEINER.

Piotr Rosow 14.10.2011 - 18:07:23

Ich sage auch etwas

ich besuche mit meiner familie viel stadt schwedt und schaue zuerst nach kirche in der stadt dann gehen wir auch geld holen bei dem bankomat von deutsche bank in altstadt. in diese informationsbehoerde von tourist habe ich gute information bekommen als ich eien stadtpal brauchte. in stettin information fur tourist in bahnhof und in schloss ist besser als an thearter. das ist schlechte offerte des burgermeister schwedt. PIOTR

MOZ Leser 14.10.2011 - 17:04:14

BMT schrieb

Hallo Herr Meincke!! Eine plausiebele Rechnund die Sie da aufgemacht haben, schade das in der SVV vo n SDT keiner nachgerechnet hat. Gut das hier auch mal ein Mandatsträger den Mund aufmacht? Sagen Sie, welcher Partei gehören Sie denn an?

BMT 14.10.2011 - 15:46:13

Nun ja ...

@ MOZ Leser, Tantow ist eine Gemeinde, wäre Tantow eine Stadt, wäre sie mit 774 Einwohnern wohl die kleinest Deutschlands... Was ich toll finde, ist die Mietersparnis von 2000 bis 4000 Euro im Jahr, da hat die Investition sich ja in 35 bis 70 Jahren armortisiert... Ich nehme an, dass man in Griechenland in der Vergangenheit auch so langfristig geplant hat, leider ist diese Rechnung nicht ganz aufgegangen... Hoffen wir also das Beste!

MOZ Leser 14.10.2011 - 15:01:56

140.000 €

Hallo Herr Koch!! Da ist ja das Thema bis in die Hauptstdt Berlin vorgedrunden. Wenn Sie als Fachmann hier schreiben. Na wenn es da so steht und im Vorbericht auch, siehe http://www.moz.de/details/dg/0/1/979827/ wird es wohl stimmen. Eine große Hausnummer das sind keine Peanuts mehr. Ich habe gelesen das der Bürgermeister der Stadt Tantow wohl augenscheinlich verärgert is in den Kommentaren hier http://www.moz.de/kommentare/mc/979827/44/1/

Benno Koch 14.10.2011 - 14:18:01

140.000 Euro für diesen traurigen Tresen?

ist das wirklich wahr?

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