to_top_picture
Anmelden
Anmelden

Sonntag, 24. September 2017
ABO-ButtonePaper-ButtonKONTAKT-Button


Sie haben 8 von 10 Gratis-Artikeln gelesen.
x
Registrieren Sie sich jetzt und lesen Sie im Monat bis zu 20 Artikel kostenlos.
Jetzt kostenlos registrieren
Bereits registriert? Bitte anmelden

Britta Gallrein 04.09.2017 19:11 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

details/dg/0/

Acht Künstler erwecken Steine zum Leben

Biesenthal (MOZ) Die raue Oberfläche des großen Steins fühlt sich angenehm kühl und rau an wie Schmirgelpapier. Kaum zu glauben, dass daraus bald eine Figur entstehen wird.

details/dg/0/1/1601890/
 

Mit schwerem Gerät ans Werk: Stanislaw Kilarecki wird ein Boot erschaffen, das von zwei Steinen getragen wird.

© MOZ/Sergej Scheibe

Wer einmal erleben will, wie Steine zum Leben erweckt werden, der kann das derzeit in Biesenthal, wo die 5. Werkstatt im Freien stattfindet, ein deutsch-polnisches Bildhauersymposium. Vier polnische und vier deutsche Künstler werden in den nächsten zwei bis drei Wochen auf der Festwiese am Eulenberg in Biesenthal an 15 Tonnen Stein und an Metall arbeiten und lassen sich dabei von Besuchern über die Schultern schauen.

Mit einem Modell konnten sich Künstler für die Teilnahme an dem Symposium bewerben, das von der Stadt Biesenthal unterstützt wird. Das Thema in diesem Jahr "Into the Blue" ("Ins Blaue"). Die Idee kam von Kuratorin Anne Schulz. "Into the Blue hat auf der einen Seite etwas Heiteres, aber es hat auch eine dunkle Seite, bezeichnet den Blick in die unendliche Weite des Meeres. Das fand ich sehr passend", berichtet sie.

Eine Jury wählte aus den Vorschlägen acht Modelle aus. Diese Künstler dürfen nun ihre Modelle in Stein umsetzen.

Sarah Esser aus Berlin will einen Steintorso ohne Kopf auf einer Elipse schaffen, sinnbildlich dafür, sich kopflos in etwas hinein zu stürzen. "Ins Blaue" etwas wagen, sozusagen.

Stanislaw Kilarecki aus dem polnischen Nysa setzt das Thema in Form eines Bootes um, das von zwei Steinen getragen wird und das einen Ausflug verkörpern soll, den Aufbruch zu neuen Ufern. Der polnische Künstler ist zum ersten Mal bei dem Symposium in Biesenthal dabei und freut sich schon darauf, mit seinem Stein zu arbeiten. Das geschieht übrigens nicht, wie man sich das vielleicht vorstellen mag, mit Hammer und Meißel. Ohne Technik geht es bei den Künstlern schon lange nicht mehr. "Wir arbeiten mit Elektrowerkzeugen wie Bohrhammer und Winkelschleifer", erklärt Tadeusz Swiniarski.

Würde man nur mit Handwerkzeugen arbeiten, wäre die Arbeit in der Kürze der Zeit auch nicht zu schaffen, weiß Fabian Bruske aus Berlin. Der junge Bildhauer will aus dem Stein den Torso einer Wasserspringerin schaffen und freut sich auf die nächsten Wochen voller Arbeit und auf den Austausch mit seinen Künstlerkollegen, die gemeinsam in einer Wohnung der Stadt Biesenthal untergebracht sind.

Das Motto "Into the Blue" passt auch zum künftigen Standort der fertigen Skulpturen. Sie werden entlang des Fernradwanderwegs Berlin-Usedom aufgestellt. Die Werke des diesjährigen Symposiums werden zwischen Biesenthal und Bernau aufgestellt werden. Im zweiten Jahr soll dann die Strecke von Bernau nach Panketal bestückt werden. Ein Jahr später geht es dann erst weiter Richtung Berlin, im Folgejahr von Biesenthal aus in Richtung Joachimsthal.

Partnerstadt der Werkstatt im Freien ist diesmal die Stadt Bernau. "Drei der Skulpturen werden am Ende in Bernau aufgestellt. Welche, darüber wird ein Gremium noch entscheiden", berichtet Anne Schulz.

Am Freitag ab 18 Uhr wird im Kunstraum Innenstadt in Bernau (Alte Goethestraße 3) ein Gesprächsabend mit den Teilnehmern und Organisatoren des Symposiums stattfinden, hier können sich die Besucher auch die Modelle ansehen.

Artikel empfehlen

Artikel kommentieren

Seite empfehlen

Nachricht an die Redaktion

Druckversion

Lesen Sie auch...

Artikel kommentieren   Lesezeichen setzen   Nachricht an die Redaktion   Druckversion

Regionalnavigator

Landkreiskarte Brandenburg Ostprignitz-Ruppin Potsdam-Mittelmark Brandenburg/Havel
MOZ

Ort, PLZ oder Redaktion