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Auf den Spuren von Wikileaks

Original und Filmvariante: Daniel Domscheit-Berg (li.) wird im Kinofilm von Daniel Brühl gespielt.
Original und Filmvariante: Daniel Domscheit-Berg (li.) wird im Kinofilm von Daniel Brühl gespielt. © Foto: picture alliance / dpa
Anja Hamm / 09.09.2017, 10:28 Uhr
Oranienburg/Fürstenberg (OGA) Die Geschichte der Enthüllungsplattform Wikileaks wird oft mit dem Gesicht ihres Gründers Julien Assange verbunden. Zu den Initiatoren der 2006 gegründeten Plattform, die mit der Veröffentlichung geheimer Dokumente über Korruption, Kriegsverbrechen und Umweltsünden Regierungen in der ganzen Welt in Erklärungsnöte gebracht hat, gehörte aber auch der heute in Fürstenberg lebende Netzaktivist Daniel Domscheit-Berg. Ihn verband auch eine enge Freundschaft mit Julien Assange. Die beiden überwarfen sich allerdings, Domscheit-Berg stieg aus und schrieb das Buch "Inside Wikileaks - meine Zeit bei der gefährlichsten Website" der Welt. Das Werk wurde inzwischen verfilmt. Daniel Domscheit-Berg wird in der Hollywood-Produktion "Inside Wikileaks - die fünfte Gewalt" von Daniel Brühl gespielt, seine Frau Anke Domscheit-Berg von Oscar-Preisträgerin Alicia Vikander.

Auf Initiative des Kreisverbandes der Linken wird der Film am 20. September im Oranienburger Filmpalast gezeigt. Die Zuschauer können anschließend mit Anke und Daniel Domscheit-Berg diskutieren. "Die Linke möchte mit dieser Veranstaltung die Debatte zu Informationsrechten von Bürgerinnen und Bürgern und für ein Transparenzgesetz für Politik und Verwaltung anstoßen", heißt es in der Einladung des Kreisverbandes.

Dass ausgerechnet die Linken wenige Tage vor der Bundestagswahl zur Diskussion mit dem Aktivistenpaar ins Kino einladen, kommt nicht von ungefähr. Anke Domscheit-Berg, die erst die Grünen und dann die Piratenpartei unterstützte, zieht in diesem Jahr als parteilose Direktkandidatin für die Linken in den Bundestagswahlkampf. In Oberhavel wird sie allerdings nicht auf dem Wahlzettel stehen. Ihr Wahlkreis liegt in Brandenburg/Havel und im westlichen Havelland. In Oberhavel tritt Harald Petzold an, der an der Diskussion ebenfalls teilnimmt.

Die Filmvorführung beginnt am 20. September um 17.30 Uhr im Saal 4 des Oranienburger Filmpalastes. Der Eintritt ist frei, die Platzzahl auf 135 begrenzt.

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