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Beeskower Luchplatz wird ein Platz der Begegnungen - mit Bänken, Fitnessgeräten und viel Grün

In der Mitte eine Litfaßsäule

Halbrunde Bank aus Klinkersteinen: Polier Gerd Sarrach (Kurylyszyn Bau)) erklärt Silke Post von der Stadtverwaltung den Fortgang der Bauarbeiten auf dem Luchplatz in Beeskow
Halbrunde Bank aus Klinkersteinen: Polier Gerd Sarrach (Kurylyszyn Bau)) erklärt Silke Post von der Stadtverwaltung den Fortgang der Bauarbeiten auf dem Luchplatz in Beeskow © Foto: Buder
Ruth Buder / 13.09.2017, 20:33 Uhr
Beeskow (MOZ) Der Luchplatz in Beeskow nimmt langsam Gestalt an. Aus einem hässlichen Parkplatz soll eine Fläche der Begegnungen werden Geparkt werden darf dort aber trotzdem.

Mindestens zehn Männer der Beeskower Firma Kurylyszyn arbeiten an unterschiedlichen Stellen auf dem Luchplatz. Die einen bereiten den Unterboden für den Gehweg an der Liebknechtstraße vor, die anderen legen das Betonsteinpflaster, wiederum andere mauern an den Klinkerbänken. Eine große Herausforderung für Zimmermann Olaf Peukert, denn für jede der elf halbrunden Sitz-elemente hatte er eine Schalung bauen müssen. Per Hand werden die Klinker aufeinander gesetzt und verfugt. Der Regen am Mittwoch Vormittag machte die Arbeit nicht gerade leichter, immer wieder müssen schützende Plastikplanen ausgebreitet werden.

"Wir wollten eigentlich fertige Bänke aufstellen, aber es sollten halbrunde sein", erklärt Silke Post von der Stadtverwaltung. Weil es auf dem Markt keine passenden gegeben habe, habe man sich entschlossen, sie selber zu bauen. Auf Stein muss man allerdings nicht sitzen, alle Bänke bekommen eine Holzabdeckung.

Der 3000 Quadratmeter umfassende Luchplatz bekommt eine Runderneuerung im Rahmen des Projektes "Soziale Stadt", mit dem auch die Randgebiete Beeskows bis hin zur Fontanestraße systematisch aufgewertet werden sollen. In der Mitte des dann gepflasterten und begrünten Platzes wird eine traditionelle Litfaßsäule aufgestellt. "Die letzte, die Beeskow hatte und an der Einfahrt zum Netto-Markt an der Liebknechtstraße stand, war so marode, dass wir sie entsorgen mussten", erklärt Silke Post. Litfaßsäulen wirken im digitalen Zeitalter etwas antiquiert (1854 durfte der Drucker Ernst Litfaß in Berlin seine erste "Anschlagsäule" aufstellen), aber auf den Luchplatz passe sie gut, findet Silke Post. Dafür sind andere Dinge sehr zeitgemäß: Installiert werden ein WLAN-Hotspot für die Nutzung von Smartphone und Laptop sowie eine Ladestation für Elektroautos und Fitnessgeräte aus Edelstahl. Wenn alles klappt, soll noch im Herbst üppiges Grün gepflanzt werden. "Das ist wichtig, es soll auch der Abschirmung zu den Parkplätzen dienen", erklärt Silke Post. Auf Parkplätze müssen die Beeskower trotz der Umgestaltung nicht verzichten. "Wir verlieren nur sechs Parkplätze, es gibt dann 34 statt bisher 40", informiert Silke Post. Unter dem Platz sind auch Regen- und Trinkwasserleitungen erneuert worden.

Vorausgegangen waren mit einer wochenlangen Vollsperrung die Bauarbeiten, um die Ecke Liebkbnechtstraße/Netto-Markt zu entschärfen und übersichtlicher zu gestalten. Auch eine Querungsinsel wurde angelegt. "Wir rechnen damit, dass besonders Schüler der gegenüberliegenden Oberschule den neu gestalteten Luchplatz nutzen", denkt Silke Post. Saniert wird im Zuge der Bauarbeiten auch das angrenzende Stück der Straße "Im Luch". Allerdings nicht bis zur Feuerwehr und zu dem Bahnübergang, wo die Straße sehr schlecht ist. "Dafür haben wir Fördermittel beantragt. Das wird eine der nächsten Aufgaben sein", informiert die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung.

Wenn es keine Überraschungen im Erdreich gibt und das Wetter mitspielt, wird der Luch platz Ende Oktober fertig sein.

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