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Bürgermeister André Stahl nennt Sporthalle, Parkhaus und Neubau mit Universitätsbeteiligung

Drei Ziele für Ladeburger Dreieck

Die Brauerstraße mit Blick auf die Fachwerkhäuser in der Louis-Braille-Straße. Für Bernau werden jetzt neue Pläne geschmiedet.
Die Brauerstraße mit Blick auf die Fachwerkhäuser in der Louis-Braille-Straße. Für Bernau werden jetzt neue Pläne geschmiedet. © Foto: Micha Winkler
Olav Schröder / 14.09.2017, 08:00 Uhr
Bernau (MOZ) Anlass für den Besuch von Brandenburgs Bauministerin Kathrin Schneider (SPD) am Mittwoch in Bernau war der Abschluss der 1992 begonnenen Innenstadtsanierung. Während ihres Besuchs erläuterte Bürgermeister André Stahl (Linke) auch Pläne für die weitere Entwicklung der Stadt.

Gegenwärtig stellt das sogenannten Ladeburger Dreieck zwischen Jahnstraße, Ladeburger Chaussee und Ladeburger Straße einen großen und wichtigen Parkplatz dar. Er dient insbesondere den Besuchern und Mitarbeitern des Immanuel Klinikums als unbefestigte Stellfläche für ihre Fahrzeuge. Spätestens seit dem Umzug des städtischen Bauhofs von diesem Areal in das Gewerbegebiet Rehberge ist dies "Filetstück" immer wieder Gegenstand von Planungsüberlegungen und Diskussionen. Die Bandbreite reicht von der Errichtung eines "Technischen Rathauses" über ein Parkhaus bis hin zu einem modernen Einkaufs- und Wohnstandort.

Bernaus Bürgermeister André Stahl (Linke) entwarf am Mittwoch beim Besuch von Brandenburgs Bauministerin Kathrin Schneider komplexe Vorstellungen für die Entwicklung dieses Areals. Drei Ziele nannte er für das Ladeburger Dreieck. Zum einen werde die Errichtung eines Parkhauses mit rund 500 Stellplätzen angestrebt. Abstellplätze seien für die Fahrzeuge der Besucher und Mitarbeiter des Immanuel-Klinikums an der Ladeburger Straße unverzichtbar.

Das zweite Ziel sei die Errichtung einer Dreifeld-Sporthalle entlang der Ladeburger Chaussee. Die Halle sei einerseits für den Schulsport gedacht. Vis-a-vis befindet sich der prosperierende Standort der Oberschule am Rollberg mit Grundschule. Im Gespräch ist ein Trägerwechsel für die Schule. Als Termin für den Übergang der Schule auf den Landkreis Barnim steht der August 2019 zur Debatte. Damit würde eine Aufstockung der Kapazität der Sekundarstufe I (Oberschulbereich) um eine Jahrgangsstufe und eine Millionen-Investition einhergehen. Auf diese Weise soll dem steigenden Bedarf an Plätzen im Sekundarbereich Rechnung getragen werden.

Die neue Sporthalle, so Stahl, würde außerhalb der Unterrichtszeiten dem Vereinssport zur Verfügung stehen. Konkret würde sie Heimstatt für den SSV Lok-Bernau werden. Um der Zuschauernachfrage bei den Heimspielen des Bernauer Bundesligisten (2. Basketball-Bundesliga ProB) gerecht zu werden, wird an eine Tribüne für 2000 Zuschauer gedacht. Die Erich-Wünsch-Halle, in der Lok Bernau derzeit seine Heimspiele austrägt, reiche dafür nicht aus. Darüber hinaus würde die Halle mit dieser Kapazität auch für andere größere Veranstaltungen genutzt werden und somit eine Kapazitätslücke in Bernau schießen.

Als drittes Ziel für das Ladeburger Dreieck nannte Stahl ein Neubauvorhaben mit Büro- und Praxiseinheiten, das auch von der Medizinischen Hochschule "Theodor Fontane" in Brandenburg/Havel genutzt werden könnte. Die Hochschule suche nach weiteren Räumlichkeiten für die Ausbildung. Der Bernauer Standort biete sich für die Erweiterungspläne der Medizinischen Hochschule an, da das Immanuel-Klinikum in Bernau zu den Trägern der Universität gehört. Die Professoren Johannes Maximilian Albes und Christian Butter sind zudem Chefärzte des Herzzentrums beziehungsweise der Kardiologie am Klinikum in Bernau.

Die Entscheidung über die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Ladeburger Dreieck soll den Stadtverordneten noch 2017 vorgelegt werden, so Stahl. Bauherr der Sporthalle werde die Stadt Bernau sein, für das Parkhaus gebe es Gespräche mit der Privatwirtschaft. Für das Büro- und Praxisgebäude laufen die Gespräche noch.

Für Bauministerin Kathrin Schneider schließen sich die Überlegungen für das Ladeburger Dreieck an die bisherige Entwicklung der Stadt an. Seit 1992 wurden nach Angaben der Stadt im Rahmen der Städtebauförderung rund 25,3 Millionen Euro und mehr als 2,6 Millionen Euro aus Förderprogrammen für den ÖPNV und den kommunalen Straßenbau in den Bernauer Sanierungsgebieten "Stadtkern" und "Gründerzeitring" eingesetzt. Nach dem Abschluss der Sanierungsvorhaben können nunmehr Fördermittel aus Programmen wie "Aktive Stadtzentren" beantragt werden. Für das Ladeburger Dreieck rechnet Kathrin Schneider mit Anträgen im Rahmen der Städtebauförderung.

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