. Von Renate Meliß
Danewitz "So viele Kuchen wie in diesem Jahr hatten wir noch nie." Und der ging auch weg wie warme Semmeln, wobei der Vergleich dann eigentlich überflüssig ist. Während des Danewitzer Backofenfestes am Wochenende ging es heiß her und das nicht nur, weil Klärchen es besonders gut meinte, sondern vor allem rund um die Öfen des märkischen Backofenvereins.
Entlang der Danewitzer Dorfstraße von Familie Klockow, dem Backofen von Ortsbürgermeister Friedrich-Wilhelm Gesche bis zum Gemeindebackofen auf dem Festplatz - überall duftete es nach Frischgebackenem. "Ist ja erst halb zwei und noch gar nicht Kaffeezeit", stellten Dagmar und Detlef Matzke dann auch am Gemeindebackofen fest.
Da abzusehen war, dass der Kuchen nicht reichen würde, hieß es nur noch: Ab und noch mal Hefeteig ansetzen - zum Kaffee musste schließlich auch genügend Kuchen da sein. Streuselkuchen, Streusel mit Apfel, mit Kirschen und Pflaumen, Bienenstich und Käsekuchen - egal welcher - alle schmeckten so gut, dass man nicht genug bekommen konnte.
"Der Gemeindebackofen ist übrigens der einzige der Danewitzer Feldsteinbacköfen, der keinen Schornstein hat", berichtete Detlef Matzke und wies auf die seitliche Entlüftung hin. Während er am Backofen schwitzte, neue Bleche mit Kuchen herauszog, um den Andrang zu bewältigen, ließen es sich Einwohner und Besucher auf dem Festplatz schon vom Vormittag an gut gehen.
Beim Kuchenbacken hatten übrigens die Frauen aus dem ganzen Dorf geholfen. Daheim vorbereitet, kam er in den Ofen. Etwa 80 Kilo Mehl gingen da schon mal locker drauf. Nur für Kuchen. Die Brote, die ringsum in den Feldsteinöfen aufgingen und mit ihrer Mixtur, die jeweils ein Geheimnis bleibt, stets ganz besonders schmecken, gar nicht mitgerechnet.
Nach Mehlprobe und Abkühlen auf die richtige Temperatur mit einem feuchten Lappen, werden die Brote bei circa 230 Grad in etwa einer dreiviertel Stunde ausgebacken. Dann geht´s ans Rausziehen und viele der knusprigen Laibe waren bereits vorbestellt. Wer will schon von einem Backofenfest ohne Brot heimkommen? Doch man musste hinterher sein, um eins abzubekommen.
Am Nachmittag wurden die Besucher auf dem Festplatz dann noch gut unterhalten. Schüler der Grundschule Grüntal traten mit einem Programm auf. Zudem wurden neue Mitglieder in den Verein aufgenommen. Der Gewinner des Quiz rund um Getreidefachfragen galt es zu ermitteln und am Abend konnte noch, wer wollte, mal wieder das Tanzbein schwingen. "In Danewitz ist immer was los. Wenn die feiern, dann richtig", so zwei Besucherinnen. "Egal, ob die Brot backen oder das Erntefest feiern - hier kommen wir im August wieder her."
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