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Kühe, Templer und Bio-Anbau

. Beerfelde/Tempelberg/Bad Saarow Im Rahmen der 14. Brandenburger Landpartie öffneten am Wochenende im Altkreis Fürstenwalde in acht Dörfern unterschiedliche Firmen ihre Türen zum Blick hinter die Kulissen. Die MOZ schaute am Sonnabend in Beerfelde, Tempelberg und Bad Saarow dabei.

  Beerfelde: Mit Hilfe von Eva Puhlmann traute sich Chelsea Reypa (F³rstenwalde) im Streichelzoo an ein kleines Kõlbchen. ©

Beerfelde: Woher die Milch kommt und dass Kühe in Wirklichkeit nicht lila sind - das konnten Besucher auf dem Bauernhof des Familien-Unternehmens Puhlmann inmitten von Beerfelde hautnah erleben. 1995 gegründet, stehen aktuell 200 Rinder - davon knapp 100 milchgebende Kühe im Stall. Alle Unterkünfte, aber auch Melkanlage und Technik für die Feldarbeit konnte besichtigt werden. Dazu vermittelten die Familien-Mitgliedern detailliert viele Informationen beim Rundgang, beispielsweise dass kiloweise Futter eine Kuh pro Tag verschlingt, um überhaupt 30 Liter Milch zu geben.

Schon ab Vormittag herrschte reger Betrieb auf dem Hof. "Nach reichlich Zulauf beim Dorffest im vergangenen Jahr sind wir nun das erste Mal bei der Landpartie dabei. Schön, dass so viele Interessierte gekommen sind", strahlte Firmengründer Kurt Puhlmann über das ganze Gesicht. Immer wieder rückte die jüngste Debatte über die Milchpreise in den Mittelpunkt. "Wir hoffen auf stabile Preise", betonte Puhlmann. "Allerdings sind wir weiter skeptisch, denn erst stiegen die Preise, nun fallen sie schon wieder."

Viele Vereine und Einzelpersonen unterstützten die Hof-Öffnung bei Puhlmanns. Milch und Käse boten die Bauern, Kuchen und Gegrilltes die Sportler. Die Kinder vergnügten sich bei Pony-Reiten und Basteln. Gerhard Fettke (Molkenberg) hatte mit seinen Kremser-Fahrten durch den Ort gut zu tun.

Tempelberg: Hoch her ging es an der Kirche. Zum einen hatte der Anglerverein am vorgelagerten Dorfteich viele Routen ausgelegt, lud zum Fachsimpeln ein. Darüber hinaus hatte der Förderkreis Tempelberger Kirche ein großes Mittelalterfest auf die Beine gestellt. Eingeläutet durch die Sause am Mittag durch die Reiterjugend, die als Tempelritter zur Kirche kamen. Danach gab der Musiker "Hans die Geige" auf dem Festplatz ein viel gelobtes Konzert.

Neben rustikalen Gerichten, wie Schwein am Spieß, Grill-Leckereien und Kuchen war an der Kirche auch eine Zunftstraße mit mittelalterlichem Handwerk aufgebaut: Roland Oppelt aus Waldsieversdorf stellte Weiden-Körbe her, daneben saßen Simone Richlitz-Hentze (Langewahl) und Dagmar Obst (Jänickendorf) an Spinnrädern. "Der Rhythmus ist wirklich entspannend", betonten beide. Selbst-Versuche an der Töpferscheibe bot Michael Zinn (Wilmersdorf), auch bei Papiermacher Götz Paplewski (Woltersdorf) herrschte Betrieb. "Das ist ganz schön aufwändig, da kauf ich mir lieber einen Block", sagte Sarah Schnipper (11) , mit Familie aus Buchholz zur Landpartie gekommen. Wie anstrengend das Wäsche-Waschen damals war, erlebte der Tempelberger Chor am eigenen Leib. Mit Teichwasser, Lauge und viel Einsatz an Waschbrett und Waschwolf zeigten sie als singende Waschfrauen ihr Können - und wurden viel fotografiert. "Das ist mächtig anstrengend, da lob' ich mir heutzutage meine Waschmaschine", so Chor-Chefin Christel Fielauf.

Bad Saarow: Die Hofgemeinschaft Marienhöhe im gleichnamigen Saarower Ortsteil war am Sonnabend wieder Ziel vieler Besucher, die ökologischen Landbau bevorzugen. Beliebt waren die Führungen durch Ställe und Felder. "Wir kaufen oft hier ein", betonte Jenny Katholy aus Hartmannsdorf, die sich mit Sohn Joshua (5) auch die Handwerks-Vorführungen ansah.

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