Dresden . Nach jahrelangen intensiven Ermittlungen mit DNA- Reihentests und einer Rasterfahndung ist der mutmaßliche Vergewaltiger zweier Mädchen in Dresden gefasst worden. Der 33 Jahre alte Lastwagenfahrer, der am Dienstag festgenommen wurde, sei bisher nicht wegen Sexualdelikten aufgefallenen, sagte Oberstaatsanwalt Christian Avenarius am Mittwoch in Dresden. Der Mann habe freiwillig eine Speichelprobe abgegeben und später gestanden, im September 2005 und im Januar 2006 die beiden damals neun- und elfjährige Mädchen entführt, vergewaltigt und wieder ausgesetzt zu haben. Der 33-Jährige sitzt inzwischen wegen Vergewaltigung und sexuellem Missbrauch von Kindern in Untersuchungshaft.
Im Zuge des bisher größten DNA-Reihentests in Deutschland hatte die Polizei seit Juli 2006 in Dresden und Umgebung rund 30 000 Männer zwischen 25 und 45 Jahren überprüft und um eine Speichelprobe gebeten. Rund 14 000 Männer gaben dann tatsächlich eine Speichelprobe ab - andere Probanden hatten ein Alibi, oder ihre Körpermerkmale stimmten nicht mit den Tatumständen überein. Die DNA-Spur war das einzige eindeutige Indiz bei der Fahndung. Zum Test eingeladen hatten die Behörden Männer mit einer Körpergröße zwischen 1,65 und 1,85 Metern aus dem Umgebung der Entführungsorte.
Auf den Mann seien die Ermittler dann aber nicht direkt durch den Massengentest, sondern durch eine Rasterfahndung mit Hilfe eines Phantombildes und der Zeugenbeschreibung eines Autos gekommen, erklärte der Leiter des Ermittlerteams, Raiko Märtins. Nachdem das Auto des 33-Jährigen bei einem Verkehrsdelikt aufgefallen war, hatte ihn die Polizei gezielt um eine Speichelprobe gebeten. "Diese stimmte mit der DNA-Spur überein", so Märtins.
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