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12.05.2010 15:45 Uhr - Aktualisiert 12.05.10 15:36 Uhr

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Zahl der jugendlichen Rauschtrinker kaum zurückgegangen

Potsdam (DDP) Die Zahl der regelmäßig Alkohol trinkenden Jugendlichen in Brandenburg ist einer Studie zufolge leicht zurückgegangen. Bei einer Befragung in den zehnten Klassen des Landes gaben 28,7 Prozent der Jungen und 13,2 Prozent der Mädchen an, mindestens einmal pro Woche Alkohol zu trinken, wie Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) am Mittwoch in Potsdam mitteilte. Gegenüber einer Befragung im Schuljahr 2004/2005 sei dies ein Rückgang von 15 Prozent bei den Jungen und 27 Prozent bei den Mädchen. An der anonymen Befragung nahmen den Angaben zufolge 76 Prozent der Zehnklässler teil.

  Bildstörung: Der regelmäßige Vollrausch ist für viele Jugendliche mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. © MOZ/Gerrit Freitag

Kaum gesunken ist allerdings die Zahl der sogenannten Rauschtrinker. 56 Prozent der Jungen und 57 Prozent der Mädchen gaben bei der Befragung an, mindestens einmal pro Monat mehr als fünf alkoholische Getränke bei einer Gelegenheit zu sich zu nehmen. 2004/2005 waren es 56 beziehungsweise 59 Prozent.

Die Zahl der Krankenhausaufenthalte von Jugendlichen wegen Alkoholmissbrauchs stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich an. Waren es im Jahr 2000 noch 116 Jungen und 57 Mädchen zwischen 15 und 20 Jahren, die wegen einer Alkoholvergiftung behandelt werden mussten, erhöhte sich diese Zahl auf 281 Jungen und 128 Mädchen im Jahr 2008.

Als „erfreulich“ bezeichnete Tack den Rückgang des Tabakkonsums von Jugendlichen. Noch 22,4 Prozent der Jungen und 21,7 Prozent der Mädchen der zehnten Klasse gaben an, täglich zu rauchen. Dies seien 27 Prozent weniger Jungen und 36 Prozent weniger Mädchen als bei der vorangegangenen Befragung 2004/2005, sagte Tack. Die Suchtbeauftragte des Landes Brandenburg, Ines Weigelt, führte dies auf zahlreiche Präventionsprojekte wie etwa „Brandenburg rauchfrei“ zurück, die neben dem Nichtraucherschutzgesetz ihre Wirkung gezeigt hätten. Das Image des Rauchens habe sich verschlechtert, sagte sie.

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