. und Uwe Spranger
"Ich bin baff", gestand Doppeldorf-Bürgermeister Olaf Borchardt unmittelbar nachdem der Umzug sein Ziel erreicht hatte. Ihm stand nicht nur die Freude darüber ins Gesicht geschrieben, dass sich am Ende mehr als 400 Akteure aus Vereinen, Schulen, Betrieben und den Partnerorten eingereiht hatten, sondern auch darüber, dass viele Anwohner ihre Grundstücke bunt geschmückt und zahlreiche Schaulustige die Strecke von der Mittelstraße bis zum Herz von Eggersdorf gesäumt hatten.
Die sparten nicht mit Beifall für die Ortsgeschichte in 36 Bildern und Höhepunkte wie das "Richtfest" für eines der drei hölzernen Spielhäuser, die die Zimmerei Schuchardt für die drei kommunalen Kita sponserte. Und mancher hatte sich noch extra etwas einfallen lassen: So wurden Umzugsteilnehmern unterwegs Kaffee, Kuchen oder Apfelschorle gereicht. Eine flotte Nachbarschaftsgemeinschaft "dopte" die Bürgermeister der Märkischen S 5-Region sogar mit "Spaßmachern" und die "Ritter" aus der Grundschule mit Süßigkeiten.
Dabei sollte zunächst auf einen Umzug verzichtet und ganz auf verschiedene Veranstaltungen gesetzt werden. Vehementer Einspruch von Bürgern verhinderte das. Ohne den Kulturbund-Vorstoß wäre es wohl ohnehin nicht zu dem 675-Jahres-Fest gekommen. Und im Nachhinein ärgerten sich mit Adelheid und Steffi Tucholke zwei weibliche Vertreter des Eggersdorfer Unternehmens, dass sie sich neben anderen örtlichen Firmen nicht auch in die Fahrzeug-Kolonne des Umzugs eingereiht hatten.
Seit Herbst vergangenen Jahres arbeitete der Vorbereitungsstab um Kathleen Brandau und Dieter Rabus aus dem Rathaus daran, dass der Zug ein Höhepunkt werde - mit Erfolg. Auch wenn das Defilee mit knapp einer halben Stunde kürzer ausfiel als bei Jubiläen in Nachbarorten oder auch zum 650. Geburtstag in Eggersdorf selbst, wie sich Teilnehmer von damals erinnerten. Die Akteure des großen Sommerfestes aus den kommunalen Kindereinrichtungen, Horten und der DRK-Kita aber reagierten flexibel und verlagerten ihren Festbeginn kurzerhand nach vorn. Ein mitreißendes Programm mit Mittelalter-Tanz und Eggersdorf-Lied, Kuchenbergen aus elterlichen Backöfen und diversen Spielstationen im Garten hielt die Familien in diesem Teil des Ortskerns.
Währenddessen flanierten Hunderte Doppeldörfler und Gäste auf und um den Brunnenplatz am anderen Ende, wo sich das Doppeldorf von Jung bis Alt mit seinen besten Darbietungen auf der Bühne zeigte. Die Bläser von St. Hubertus und die Dorfmusikanten aus Eggersdorf, Tanzgruppen von Schülern bis zur Volkssolidarität, der ECC und die Musikschulband hatten lange nicht so viel begeistertes Publikum. Und als die vereinigten Sänger um den Männerchor Flora 1877 loslegten, schunkelte und sang ein ganzer Platz voller Menschen mit.
So belebt und beliebt wünschte sich mancher im Ort das Herz von Eggersdorf häufiger. Besucher genossen das Mittelmeer-Flair von Straßencafé, Freiluft-Schach und -Kegeln, Kaufen, Kosten und Klönen. Mit der Musik zur Mittsommernacht mit dem Eggersdorfer DJ Bernd Krüger ging schließlich ein Tag zur Neige, von dem viele wie die 88-jährige Hanna Sommerfeld sagten: "Es war schön."
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Neueste Kommentare
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Und wo liegt das Problem?
22.05.2012 14:10:20 zombie1969
Schon...
22.05.2012 14:09:13 FF Leser
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22.05.2012 13:59:19 Kommentareschreiber
Schwindelgefühle vom ewigen Kopfschütteln
22.05.2012 13:53:16 Olli
Radachs Wandertag