Panketal . Können bald alle Bewohner der Zepernicker Senioreneinrichtungen problemlos telefonieren? In den kommenden Stunden sollte das eigentlich für die Bewohner von Eichenhof, Rotunde und Betreutem Wohnen wieder möglich werden. Doch die Reibereien zwischen den Beteiligten könnten das noch verhindern.
Hintergrund war die Teilung zum 1. Mai: Die Führer-Gruppe übernahm das Eichenhof genannte Haus 11, die Firma SPC die Rotunde. Das Betreute Wohnen verblieb bei der Gemeinnützigen Gesellschaft für Senioren und Behinderte von Gisa Kuhn, der die Heimaufsicht das Betreiben des Heims untersagt hatte.
Nach Darstellung der Führer-Gruppe ist die Telefonanlage vor vier Wochen völlig überraschend auf Veranlassung der gGmbH abgestellt worden. "Wir mussten mit Handys dafür sorgen, dass die Bewohner telefonieren konnten", sagt Petra Sakowski, die noch bis Montag den Eichenhof übergangsweise leitet. Das sieht Georg Kierdorf ganz anders. Er ist von Gisa Kuhn zum Generalbevollmächtigten ernannt worden. Und betont, dass man Führer den Einstieg in die Telekom-Verträge angeboten habe, was abgelehnt worden sei. Daraufhin habe man bei der Telekom gekündigt. Gerade aber hat man selbst ein Telefonproblem - durch "vorsätzliche Zerstörung von Anlagenteilen".
Das bestreitet Sakowski: Beim Einbau der endlich gelieferten Telefonanlage im Eichenhof sei durch die beauftragte Firma ein Kasten abgebaut worden, dessen Funktion unbekannt gewesen sei. Kierdorf findet das gefährlich - in der Rotunde sei die Brandmeldeanlage ausgefallen. Die Telekom konnte den Schaden nicht sofort beheben - und sei am Freitag nicht ins Haus 11 gelassen worden. Das Nebeneinander sei generell kompliziert, man streite ums Geld für Wasser und Abwasser - "aber das klären wir Gericht, wir werden das Wasser nicht abstellen".
Im Eichenhof gibt es jetzt einen Kiosk - ein Friseur folgt. Letzteres nimmt Kierdorf, auf dessen Gelände sich ein Friseur befindet, sportlich: "Wir haben ja Marktwirtschaft." Im Plattenbau wird laut Petra Sakowski nicht mehr wie zu Kuhn-Zeiten mittags das Abendbrot verteilt, der Speiseraum sei abends geöffnet - "ein echter Einschnitt". Bisher nutzten das 25 von 121 Bewohnern. Die Anderen bekämen Abendbrot frisch im Wohnbereich. Eine gute Nachricht gibt es auf jeden Fall: Der Keramikzirkel bekommt einen Ofen. Der bisher Genutzte war von der gGmbH abtransportiert worden, obwohl es ein Geschenk von Gisa Kuhn gewesen sein soll. Führer kauft jetzt einen neuen Ofen.
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