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Edeka bekommt in Freienbrink einen Nachbarn

Freienbrink . Von Jan C. Weilbacher

  Platzhirsch: Der gr÷▀te Investor in Freienbrink, Edeka, erhõlt bald Gesellschaft von Lidl. ©

Voraussichtlich 2009 wird Lidl auf dem Gelände des Güterverkehrszentrums (GVZ) in Freienbrink ein Verteilzentrum bauen. Dies teilte der Vermarkter des GVZ mit. Insgesamt sind 62 Prozent der Flächen am Standort Freienbrink verkauft.

Bereits vor drei Jahren kaufte Lidl auf dem Gelände eine Fläche von etwa neun Hektar. Dass das Unternehmen nun dort baut, ist für Joachim Gollnick, Marketing-Leiter des GVZ-Vermarkters IPG, logisch. "Die anderen Lidl-Lager platzen aus allen Nähten." Er gehe davon aus, dass das Lager eine Größenordnung wie das in Großbeeren (Teltow-Fläming) haben wird, wo die IPG ebenfalls ein GVZ vermarktet. Dort beschäftigt Lidl 200 Menschen. Von Lidl war lediglich zu erfahren, dass es für dieses Jahr keine konkreten Bauplanungen gibt.

Auch Edeka hat am Standort Freienbrink, das zu Grünheide gehört, ein Verteilzentrum, von dem aus das Unternehmen einzelne Filialen beliefert. Mit einer Fläche von knapp 19 Hektar ist die Supermarktkette der größte Investor am Standort.

"In den 20 Unternehmen vor Ort arbeiten insgesamt 1200 Menschen", so Gollnick. Von der 96 Hektar großen Ansiedlungsfläche sind 60 Hektar, etwa 62 Prozent, verkauft. Die IPG, die im Auftrag der Landesentwicklungsgesellschaft Brandenburg (LEG) tätig ist, zeigt sich mit der Entwicklung der Grundstücksverkäufe zufrieden. Es gebe Gewerbegebiete, deren Vermarkter wären froh, wenn sie einen Auslastungsgrad von 60 Prozent hätten, so Gollnick. Seit die IPG 2003 aus der LEG ausgegliedert wurde, habe man jedes Jahr ein Grundstück verkauft. Dies peile man auch für die Zukunft an. "Es gibt Verhandlungen mit Unternehmen", sagte Gollnick. Die IPG vermarktet neben dem Standort Freienbrink noch zwei weitere GVZ. Die Auslastung in Wustermark (Havelland) ist mit 61 Prozent ähnlich wie in Grünheide. In Großbeeren allerdings, wo das Gelände 150 Hektar groß ist, sind rund 80 Prozent der Flächen verkauft. "Dort gibt es eine historisch geprägte Ansammlung von Gewerbe", so der Marketing-Leiter. Am Standort im Osten existiere das so nicht.

Dies könnte sich ändern, wenn der Großflughafen Schönefeld fertiggestellt ist. "Wir hoffen, dass die Vermarktung dann einen Schub bekommt." Die Fläche ist nach Meinung von Gollnick für Logistiker optimal geeignet. Ein 24-Stunden-Betrieb sei möglich sowie ein mobiler Umschlag. Das heißt, dank eines internen Gleisnetzes können Waren vom Lkw in Güterwaggons verfrachtet werden - und umgekehrt.

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