Bernau (moz) In den nächsten Wochen sollen die Gespräche zwischen dem Wasser- und Abwasserverband „Panke/Finow“ (WAV) und der Gemeinde Panketal über die Varianten der Abwasserentsorgung in Panketal zu Ende geführt werden. Dies teilte Verbandsvorsteher Hans-Ulrich Kühne in der Verbandsversammlung am Mittwochabend mit.
Wie berichtet, sieht es die Gemeinde Panketal für alle Seiten als die günstigste Lösung an, wenn das Abwasser auch künftig über die bestehende Druckleitung des WAV zum Klärwerk Schönerlinde geleitet wird. Sofern jedoch zwischen beiden Seiten bis zum kommenden Jahr keine neue Vereinbarung über die Einleitung abgeschlossen wird, sieht Panketal im Bau eines Klärwerks die Alternative.
„Der WAV sollte Panketal deutlich die Hand reichen“, sagte Kühne. So sollte für alle Bürger in den beiden Entsorgungsgebieten eine gute Entscheidung getroffen werden. Allerdings erinnerte er auch daran, dass eine strittige Frage zwischen Panketal und dem WAV noch nicht geklärt sei. Durch den Austritt der Gemeinde Panketal aus dem WAV seien dem Verband Kosten in Höhe von rund 910 000 Euro entstanden. Allein die Trennung des Trinkwassernetzes schlage mit 550 000 Euro beim WAV zu Buche. „Diese Kosten können wir nicht außer Acht lassen“, so Kühne.
Den Bau eines Klärwerks hält er nicht nur aus zeitlichen Gründen für schwierig. Es könne auch Probleme bei der Genehmigung geben. Ebenso wie Panketals Bürgermeister Rainer Fornell sieht aber auch Kühne den Bau einer zweiten Druckleitung nach Schönerlinde durch die Gemeinde Panketal als schlechteste „Lösung“ an. Eine solche Variante würde auch für den WAV eine „Watsche“ bedeuten.
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