Frankfurt (moz) Sie haben in Frankfurt gelebt und sind Opfer des Nationalsozialismus geworden. An diese Menschen erinnert die Aktion „Stolpersteine“. Am 5. und 6. Juli sollen weitere Steine in Frankfurter und Slubicer Gehwege eingelassen werden. Die MOZ stellt die von der Aktion Stolpersteine recherchierten Schicksale der Menschen dahinter in loser Folge vor.
In Frankfurts einstiger Dammvorstadt, heute Slubice, lebte Erich Schulz. Er war in der Schützenstraße 46, heute Sienkiewicz-Straße, zu Hause. Erich Schulz wurde am 28.10.1907 geboren und war in der Stadt ein bekannter Kommunist.
Er wurde verhaftet, misshandelt und wurde am 29.06.1944 ertrunken an der Oder gefunden. Seine Frau musste ihn als Wasserleiche identifizieren und wies auf ein zerschlagenes Gesicht hin. Die offizielle Version zu seinem Tod war Selbsttötung. Die Witwe wurde später als Hinterbliebene eines Naziopfers anerkannt.
Mit dem Stolperstein für Erich Schulz wird zum zweiten Mal auf Slubicer Stadtgebiet an Frankfurter Opfer der Nazi-Diktatur erinnert. Im vergangenen Herbst war ein solcher Stein für Karl Ritter verlegt worden, an den auf Frankfurter Seite der Oder ein Platz erinnert. Karl Karl Gustav Wilhelm Ritter,war Stellmacher und gewerkschaftlich engagiert. Im Frühjahr 1933 kam er ins Konzentra-tionslager Sonnenburg, wo er im August oder September 1933 starb.Die genaue Todesursache konnte trotz aller Bemühungen unter anderem seiner Familie nie eindeutig geklärt werden.
Weitere Informationen im Internet unter www. stolpersteine-ffo.de
Ab Mai wird auch an Architekt Konrad Wachsmann erinnert 22 weitere Stolpersteine sollen in diesem Jahr in Frankfurter Gehwege eingelassen werden. Termin... mehr
Nach Deportation verliert sich die Spur Unterzeile Sie lebten in Frankfurt und wurden Opfer des Nationalsozialismus. An diese Menschen erinnert die Aktion... mehr
Museumsverband des Landes und Aktionsbündnis gegen Rechts neugierig auf jüdisches Leben in Gartz Fünf messingfarbene Quader im Straßenpflaster von... mehr
