Berlin (DPA) Stararchitekt David Chipperfield hat einen neuen Entwurf für die Berliner Kudamm-Bühnen vorgelegt. Damit hat er Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und die Theaterleitung überzeugt, wie die Senatskanzlei am Mittwoch mitteilte. Ein Ende des lange anhaltenden Streits um die Investorenpläne für die Traditionsbühnen ist in Sicht.
Das Gelände bekommt dem Plan zufolge eine Fußgängerpassage vom Kudamm aus und einen neuen öffentlichen Platz an der Uhlandstraße. Die zwei Theater werden durch eine neue Bühne ersetzt. Wowereit war gegen den Vorschlag Chipperfields, das Theater in eine Seitenstraße zu verlegen. Nun ist am Kurfürstendamm ein „großzügiger“ Eingang mit Panoramaterrasse geplant. Die neue Bühne soll sich an der historischen Form des alten Saaltheaters von Oskar Kaufmann orientieren und 650 Plätze bekommen.
Die zwei Bühnen an der Nobelmeile im alten Westen der Stadt, das Theater und die Komödie am Kudamm, sind seit drei Generationen im Besitz der Familie Wölffer. Der irische Investor Ballymore hatte das Areal mit den beiden Häusern und einem etwas verstaubten Einkaufszentrum vor mehr als zweieinhalb Jahren aufgekauft. Aus dem Kudamm-Karree soll ein modernes Geschäftszentrum werden. Das hatte bei Freunden des Berliner Boulevardtheaters heftige Proteste ausgelöst.
Wowereit nannte Chipperfields neues Konzept überzeugend. Auch Theaterintendant Martin Woelffer äußerte sich optimistisch. Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf muss dem Plan noch zustimmen.
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