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Michael Dietrich 20.06.2010 20:03 Uhr
Red. Uckermark, Uckermark

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Tausende kamen zum 
Feiern bis in die Nacht

Schwedt (moz) Akteure und Tausende Gäste der 8. Schwedter Mittsommernacht gaben sich redlich Mühe, die Superstimmung aber kam nach WM-Niederlage und Absage von DJ Ötzi nicht auf. Die Schwedter erlebten ein eher laues Fest in kühler Nacht.

  © MOZ

Ein wenig konnte einem Schlagersternchen Kristina Bach leid tun. Die zierliche Frau gab alles, um die Stimmung mit „Erst ein Cappuccino“, „Chaos-Queen“ und anderen Schlagern hochzuziehen. 4000 Zuschauer standen vor der Hauptbühne am Kopf der Lindenallee, einige tanzten und klatschten auch. Über ihnen schaltete das gesamte Konzert über die Ampel sinnlos ihre Phasen. Doch erwartet hatten alle DJ Ötzi und ein wogendes Meer hochgerissener Arme und den Publiumschor: „Anton aus Tirol.“ Aber der hütete das Krankenlager.

Viel Bewegung, Hin- und Her-Gelaufe die Vierradener entlang bestimmte wieder das Bild. Am Flinkenberg hatten die Gäste Spaß mit der Band „Burning Beats“ und ihrer stimmgewaltigen Sängerin Billy (Sybilla Maaß) aus Frankfurt/Oder. Ihr „Sweet Home Alabama“ machte richtig Laune und ging direkt in die Beine. Toll!

Auf dem Alten Markt konnte man auch nach der Ausfahrt noch die Oldtimer vom alten Tatra über Awos von 1954, viele Jawas und schmucke Käfer bis hin zum Trabi de Luxe als „Wohnmobil“ bewundern. Am Tage tanzten Line-Dance- und Country-Formationen, später leichtbekleidete Frauen mit Feuer und Pyrotechnik.

Abseits des lauten Geschehens feierten die Galerie am Kietz und das Stadtmuseum Hoffeste, die Museumsleute mit hübschen Blumenkränzen im Haar. Chick! Die Karthausstraße war mit Kindern und Eltern überlaufen, auch das Piratenstück des Theater Stolperdraht fand viele Schaulustige.

Das, was jedoch vielen Festbesuchern in Erinnerung bleiben wird, ist das lange Warten. Erst eine halbe Stunde auf den Konzertbeginn, dann an jedem Bier- und Bratwurst-Stand auf der Lindenallee, an der Berliner Straße, am Alten Markt, Vierradener Platz oder Flinkenberg – überall lange, nervige Schlangen. Hatten die Veranstalter weniger Gäste erwartet? Zum Schluss warteten Tausende in er kühler werdenden Nacht am dunklen Bollwerk wie immer auf das Feuerwerk – vergeblich. Es war diesmal von der Lindenallee aus zu sehen. Pech.

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