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Sabine Rakitin 12.07.2010 08:49 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

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Es hätte so weiter gehen können. . .

Marienwerder (moz) Es war das siebte „Inselleuchten“ und dennoch eine Premiere: Erstmals konnten sich die Besucher am Wochenende über schönstes Sommerwetter freuen.

  Sorgten am Sonnabend für gute Laune: „Texas Lightning“. Die Countryband, die Deutschland vor vier Jahren beim Eurovision Song Contest vertrat, spielte klassische Country-Hits genauso wie Pop im Country-Stil. (Weitere Fotos in der Bildergalerie unter www.) © MOZ/Sergej Scheibe

Nicht mal die Fußball-WM konnte „Inselleuchten“ etwas anhaben. Die Leute strömten am Freitag und Sonnabend zuhauf an die Leesenbrücker Schleuse, um wieder dabei zu sein, wenn sich Waldfeen, Aktionskünstler, Feuerjongleure und vor allem hochkarätige Musiker vor märchenhafter Kulisse am Finowkanal ein Stelldichein geben.

Ein kontrastreiches musikalisches Programm hatte Frank Göritz vom Verein „Kulturreich Barnim“ wieder zusammengestellt. Entsprechend unterschied sich auch das Publikum am Freitag von dem am Sonnabend.

Während der erste Abend musikalisch mehr getragen daher kam – dabei waren „Muzet Royal“ mit Musette-Walzer, Tango und Zigeunermusik, Dirks und Wirtz mit südamerikanischer Folklore und schließlich die Countertenöre Andreas Scholl sowie Roland Kunz alias Orlando & die Unerlösten – gingen die Künstler am Sonnabend in die Vollen. „Gunnary“ aus Berlin gab mit Gitarren-Rock die Ouvertüre, bevor „Texas Lightning“ mit Western- und Country für Stimmung sorgten. Vor ausverkauftem Platz spielten sie sowohl klassische Country-Hits als auch gängige Pop-Lieder wie „Like a Virgin“ von Madonna oder „Ticket to Ride“ von den Beatles im Country-Stil. Und natürlich gab es als Zugabe auch den Song, mit dem sie Deut-schland vor vier Jahren beim Eurovision Song Contest vertraten: „No No Never“.

Die eigentliche Überraschung des Abends war zu später Stunde allerdings „Calaveras“ – eine Band aus Chemnitz mit ganz eigener Note. Insbesondere Sänger Sebastian Mansch, dessen Stimme stark an Tom Waits erinnert, zog die Zuhörer in seinen Bann. Moderator Axel Prahl stürmte begeistert auf die Bühne und forderte von „Calaveras“ immer wieder Zugaben. Schließlich musizierte er mit ihnen gemeinsam. Wenn es nach den Besuchern gegangen wäre, hätte es wohl die halbe Nacht so weiter gehen können.

(Seite 17)

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