Berlin (DPA) Der Dessauer Bauhaus-Chef Philipp Oswalt hat sich für eine stärkere Vernetzung mit anderen Bauhausinstituten in Berlin und Weimar ausgesprochen. Dies sei ein Schwerpunkt seiner Arbeit, erklärte er am Dienstag. Als Beispiel nannte er die Bilderschau „Bauhäusler mit der Kamera“, die noch bis Ende August im Meisterhaus Kandinsky/Klee in Dessau-Roßlau zu sehen ist. Sie wurde vom Berliner Bauhausarchiv konzipiert und bisher von rund 10 000 Menschen gesehen. Für die Zeit bis zum 100. Jubiläum des Bauhauses 2019 müssten Berlin, Dessau und Weimar aber noch klarere Impulse setzen.
Das Bauhaus und die Meisterhäuser in Dessau-Roßlau zählen zum UNESCO-Welterbe. Gegründet wurde das Bauhaus 1919 von Walter Gropius in Weimar. Oswalt kündigte an, dass es im Herbst eine große Werkschau zum 100. Geburtstag des Malers und Bauhauskünstlers Kurt Kranz (1910- 1997) in Dessau-Roßlau geben wird.
Oswalt hob die große internationale Bedeutung des Bauhauses hervor. „Es zeigt sich, dass Dessau in aller Welt als Knotenpunkt der Moderne verstanden wird und das Bauhaus für viele eben nicht nur eine Stätte des Erbes, sondern auch der Gegenwart ist“, so Oswalt.
Das Bauhaus zeigt noch bis zum 16. Oktober die Ausstellung „Weniger ist Zukunft“, in der die Projekte der Internationalen Bauausstellung Stadtumbau Sachsen-Anhalt (IBA) zu sehen sind. Vor dem Hintergrund des Bevölkerungsrückganges präsentieren 19 kleine und mittelgroße Städte des Landes, wie sie ihre Kommunen dennoch lebenswerter machen wollen.
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