Neurüdnitz . Entlang der Oder ist ein Gebiet von 1046 Hektar zwischen Hohenwutzen und Güstbieser Loose (Märkisch-Oderland) vom Brandenburger Umweltministerium unter Naturschutz gestellt worden. Landwirte und die Gemeinden hatten dagegen heftig protestiert, sie befürchteten Schäden für den Tourismus, Einbußen in der Landwirtschaft und eine Vernässung des Oderbruchs, wenn Wiesen nicht mehr entwässert werden.
Das Verlassen der Wege und Deichstraßen ist in dem Schutzgebiet "Oderwiesen Neurüdnitz" ab sofort nicht mehr gestattet, ebenso das Bauen von Häusern und Straßen und Anlegen mit Booten am Ufer. Ausnahmen davon gibt es in Zollbrücke und Güstebieser Loose. Auch Hunde dürfen in dem Areal nicht mehr frei herum laufen.
Mit der Naturschutz-Zone sollen Pflanzen wie die Sumpf-Wolfsmilch geschützt werden und Tiere wie die Wasser-Fledermaus, der Kiebitz und der Moorfrosch. Das Gebiet gilt als Lebensraum für den Weißstorch, den Kranich und den Eisvogel und Überwinterungsgebiet für Singschwäne und Fischreiher.
Brandenburg will insgesamt 622 Gebiete, elf Prozent seiner Landesfläche, als Naturschutzgebiete ausweisen, sagte Michael Gödde aus dem Brandenburger Umweltministerium. Damit läge das Land mit Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein in Deutschland an der Spitze. "180 der Gebiete liegen noch vor uns, darunter so schwierige wie auf ehemaligen Truppenübungsplätzen in Lieberose oder Jüterbog", so Michael Gödde.
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