Schwedt (moz) Die erste freie Schule in der Oderstadt ist eröffnet. Nach einem feierlichen Gottesdienst in der St. Katharinen-Kirche wurde die Schlüsselübergabe vollzogen und die Einschulung der ersten zehn Abc-Schützen gefeiert. Die Kinder waren gut vorbereitet, konnten sie doch zum ersten Höhepunkt ihrer Schülerlaufbahn ihr Schullied präsentieren, das zuvor von Schulleiterin Henriette Burkard getextet und von Kantor Andreas Kessler intoniert worden war. Bürgermeister Jürgen Polzehl würdigte die neue Grundschule als weiteren Mosaikstein zur Vielfalt der Schwedter Schullandschaft.
Ein Gottesdienst in der voll besetzten St. Katharinenkirche läutete die Eröffnung der Evangelischen Grundschule Schwedt ein. Pfarrerin Christa Zepke und Generalsuperintendent Ralf Meister leiteten den Gottesdienst, in dessen Mittelpunkt eine große Schatzkiste stand. Als sie geöffnet wurde, erhielt jeder der zehn Erstklässler einen symbolischen Schulschlüssel.
Bürgermeister Jürgen Polzehl ließ es sich nicht nehmen, dem Eröffnungsgottesdienst für die Evangelische Grundschule beizuwohnen – dem jüngsten „Schul-Kind“ der Stadt. Für ihn trage die neue Grundschule als weiterer Mosaikstein zur Vielfalt der Schul- und Ausbildungslandschaft Schwedts bei. Dies sei im Grunde nur die konsequente Fortentwicklung von evangelischem Kindergarten und Kita. „Wenn genügend Eltern im Rahmen des bürgerlichen Engagements dies tragen, dann ist das gut“, unterstrich Polzehl. Auch der katholische Pfarrer in Schwedt, Konrad Richter, freut sich über die neue Grundschule, die ebenso katholische Schüler wie evangelische und konfes- sionslose Kinder aufnehme.
Nach dem Gottesdienst zogen Kinder, Eltern und Verwandte zum Schulgebäude in der Lindenallee 32. Martina Radloff als Vorsitzende des Schulvereins dankte denjenigen, die sich in besonderem Maße für die Einrichtung der Schule eingesetzt hatten. „An erster Stelle ist das die Schulstiftung der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz“, deren Vorstandsvorsitzender Frank Olie in Schwedt die 31. Schule in Trägerschaft der Schulstiftung eröffnete.
Ein besonderer Dank der Schule galt der Wohnungsbaugenossenschaft (Wobag), die nun auch Mitglied im Trägerverein der Schule ist. Für den Vorstandsvorsitzenden Helmut Barsch fügt sich die Schule nahtlos in das dahinter entstehende Lindenquartier ein. Für die dort wohnenden Familien sei die Grundschule nebenan ein attraktives Angebot. Ein weiterer Dank ging an den Kirchenkreis Uckermark für die Unterstützung von Anfang an. Superintendent Dr. Reinhard Müller-Zetzsche überreichte Martina Radloff eine symbolische Schultüte und unterstrich, dass er an das Projekt von Anfang an geglaubt habe. Schließlich dankte die Vereinsvorsitzende der evangelischen Kirchengemeinde Schwedt und den Vereinsmitgliedern mit ihren vielen helfenden Händen.
In dieser Woche in der MOZ: Fotos und Namen aller Erstklässler des Jahrgangs 2010.
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