Potsdam (DPA) Hochspannungsleitungen bis zu 110 Kilovolt sollen nach einem Gesetzentwurf von FDP und Bündnis90/Die Grünen in Brandenburg grundsätzlich durch die Erde gezogen werden. Leitungen mit mehr als 110 Kilovolt wie etwa die geplante Uckermark-Leitung sollen teils als Erdkabel errichtet werden, wenn bestimmte Mindestabstände zu Wohngebäuden unterschritten oder geschützte Gebiete durchquert werden. Das sieht ein Gesetzentwurf beider Landtagsfraktionen vor, wie sie am Sonntag mitteilten.
Der Netzausbau sei eine wesentliche Voraussetzung für die Ausweitung der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien. Das Gesetz werde die Akzeptanz für den notwendigen Netzausbau in Brandenburg deutlich erhöhen, hieß es. Bei Erdkabeln seien Gesundheitsprobleme durch elektromagnetische Strahlung, Konflikte mit dem Naturschutz und Beeinträchtigungen des Tourismus im Vergleich mit Freileitungen deutlich geringer. Die Energiestrategie des Landes sieht vor, den Anteil erneuerbaren Energien bis 2020 auf rund 20 Prozent etwa zu verdreifachen.
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