Lieberose (moz) Die Tour de MOZ führte diesmal durch die blühende Reicherskreuzer Heide mit Stationen im Findlingspark Henzendorf und in der Leeskower Dorfkirche.
„Einfach wunderschön, diese Heide!“, schwärmte Kerstin Kutzner aus Strausberg beim Halt inmitten des violetten Blütenmeers. „Ich fahre immer dann mit der MOZ mit, wenn die Tour nicht vor meiner Haustür startet, weil ich gern etwas Neues kennen lerne. Und jetzt hier, diese Blütenpracht, ist wirklich zum Staunen“, zeigte sich die Strausbergerin begeistert. Christina Schmidt, die am Sonnabend 39 MOZ-Radler durch die Reicherskreuzer Heide führte, atmete erleichtert auf. „Ein Glück, dass die Heide jetzt tatsächlich blüht. Vor einigen Wochen, als alles so knochentrocken war, dachte ich, wir sehen nur vertrocknetes Zeug. Und jetzt – nach dem Regen – diese herrliche Pracht!“
„Hier ist es genauso schön wie in der Lüneburger Heide. Aber man muss nicht so weit fahren, und außerdem hat man`s hier viel ruhiger, weil nicht so viele Leute da sind. Das ist doch erholsam“, freuten sich Karin und Udo Lange aus Woltersdorf.
Beim kleinen Heidespaziergang interessierten den Eisenhüttenstädter Jörg Rusdorf nicht nur die zarten Erikablüten. Er hatte anderes im Sinn und im Blick: „Rundum gibt es hier ja jede Menge Pilze“, gab er seine Entdeckung kund. Tiefe Spuren im Sand zeichneten den weiteren Weg des Radlertrupps. „Das ist in der Heide nun mal so. Heidewege sind Sandwege“, resümierte Joachim Rinze aus Blasdorf. „Hier müssen wir jetzt ein Stück schieben, so können wir die Heide eben noch ein bisschen länger genießen“, nahm er es von der heiteren Seite. Quer durchs Heideland wurde der Radlertrupp zur Wandergruppe. Christina Schmidt blickte voraus. „Noch ein kleines Stück, dann wird der Weg schon wieder besser.“ Wurde er auch. Also wieder rauf aufs Rad und zügig in die Pedalen getreten.
Im Findlingspark Henzendorf richteten sich alle Blicke zunächst gen Himmel. Hoch über den Köpfen zog ein Flieger seine Bahn. Ein Luftbildfotograf hielt die Tour de MOZ im Foto fest. Danach blieb noch ausreichend Zeit, die Sammlung eiszeitlicher Steine zu bestaunen.
Über Leeskow und Jamlitz führte der Weg wieder zurück nach Lieberose. Nach einem Halt an der Leeskower Kirche erzwang ein Sturz einen zusätzlichen Stopp, bevor der Trupp wieder dem Lieberoser Marktplatz entgegen rollen konnte.
Und weil 45 Kilometer für manchen Radler noch längst keine Herausforderung sind, hängte der eine oder andere noch eine kleine Zusatztour dran, um den Rest des Nachmittags beim Treckertreffen in Blasdorf zu verbringen.
Die nächste Etappe der Tour de MOZ, die von der AOK Berlin-Brandenburg und dem Energieversorger EWE unterstützt wird, lädt am Sonntag alle Pedalritter ein. Im Rahmen des großen Radscharmützels startet die geführte MOZ-Tour um 10.15 Uhr auf dem Storkower Marktplatz. Alles rund um das diesjährige Festtreiben beim Radscharmützel ist am Mittwoch in der Märkischen Oderzeitung nachzulesen.
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