Müncheberg (moz) Unter anderem das neue Pilgerbier floss in Strömen, als sich am Sonnabend zahlreiche Gäste zur offiziellen Eröffnung der Pilgerherberge Luckas im kleinen Philippinenhof einfanden. „Ich hoffe, dass Bratwurst und Bier reichen“, freute sich Sven Luckas über die große Publikumsresonanz, während seine Frau die nächsten Gläser füllte.
Unter anderem die Vertreter anderer Beherbergungsstätten am Jakobsweg, darunter aus dem benachbarten Tempelberg und aus Sieversdorf, waren teils mit Pilgern im Schlepptau gekommen. So wie Partner von der Viadrina aus Frankfurt (Oder), die mit ihrer Vorarbeit viel beigetragen haben, dass der Jakobsweg in der Region mittlerweile in aller Munde ist. Gefreut habe man sich auch über Gäste wie Christian Hase, „der im Februar als Mittelalterpilger bei uns war“, berichtet Sven Luckas.
Natürlich reihte sich auch Münchebergs Bürgermeisterin Uta Barkusky (Linke) in die Gratulantenschar ein, außerdem ehemalige Hausgäste. Mit Gerd und Sabine Gesche aus Fürstenwalde, die dort unter anderem Klangmassage anbieten, bahnen sich neue Kooperationsmöglichkeiten an.
Sigrid Neuberg zeigt sich beeindruckt von Mut und Durchhaltewillen des Paares. „Ich gehe immer hier spazieren, da konnte ich sehen, wie gearbeitet wurde und alles wuchs. Man staunt, was da in den neun Jahren gewachsen ist“, so die ältere Münchebergerin. Auch die neben ihr sitzende Irmgard Weber freut sich über das, was entstanden ist.
Dazu gehörte bei vielen nach einem Rundgang auch das Rosenappartment im Obergeschoss. Sie kenne das ja schon, weil sie mit den Hausherrn befreundet sei, sagte Constanze Anthes. Aber ihre aus Berlin kommende Tochter Lea war völlig hingerissen: „Hier würde ich auch gern mal eine Nacht verbringen“, meinte sie nach einem Blick in die überaus geschmackvoll, aber dennoch schlicht eingerichteten Zimmer, die direkt über dem großen Herbergsraum liegen. In diesem lockte die Ausstellung mit von gemalten Motiven aus der Umgebung und eindrucksvollen Fotografien von Nachbar Lutz Grünert.
Auf dem Hof sorgten derweil Jan Preuß und Die Geheime Gesellschaft musikalisch für Stimmung, sei es mit eigenen oder Werken von Größen wie Gerhard Gundermann. Außerdem wurde ein extra geschriebener Pilgersong passend zum Anlass zu Gehör gebracht.
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