Blasdorf (moz) Rund 50 Traktoren bevölkerten am Wochenende die Festwiese von Blasdorf. Dort wurde das alljährliche Traktorentreffen gefeiert. Interessierte Besucher durften sogar mal eine Runde auf einem Traktor drehen.
Holz sägen mit Motorkraft: Andy Bernhardt und Roman Jordan aus Reudnitz bedienten die Kreissäge mittels eines Stationärmotors. Der Strom in früherer Zeit war sehr unzuverlässig, deshalb setzte man auf solchen Motorantrieb.
Schon am Vorabend des alljährlichen Traktortreffens in Blasdorf positionierten begeisterte Traktorfans ihre restaurierten und frisch geputzten Schmuckstücke auf der großen Festwiese. Schließlich sollten sie dort gleich am Sonnabendmorgen in voller Pracht bereitstehen, wenn die ersten Besucher kommen und sie bestaunen würden.
Der Organisator des Spektakels, Sven Wiernowolski, hat sich auch in diesem Jahr wieder Spannendes ausgedacht, um die Kräfte der unterschiedlichen Traktorenmodelle messen zu können. So hat er ein tiefes Loch ausgegraben, durch das die Fahrzeuge versuchen sollten hindurchzukommen. Den wenigsten monströsen Gefährten gelang dies auf Anhieb. Die wuchtigen Räder fuhren sich im Sand fest. Einige schafften es mit viel Lärm selbst wieder aus der Grube heraus, die anderen mussten gezogen werden.
Sie lieferten damit ein spannendes Schauspiel für die Besucher, die unter anderem bis aus Berlin angereist waren. „Man merkt, die Leute genießen, wie ich auch, ganz einfach das Zusammensein in freier Natur und freuen sich darüber, wie ausgelassen ihre Kinder spielen“, beschreibt Petra Kunath aus Jamlitz die Stimmung auf dem Fest. Währenddessen tobt einer ihrer beiden kleinen Söhne mit Freunden auf einem großen Sandberg, und der andere fährt winkend in einem Traktor vorbei.
Interessierte Besucher durften gern auch auf den etwa 50 ausgestellten Traktoren Platz nehmen. Die stolzen Besitzer ließen sie – wenn es deren Wunsch war – sogar selbst eine Runde mit dem Traktor auf dem freien Gelände drehen.
Zwei kleine Deutz-Stationärmotore stahlen den monströsen Treckern allerdings ab und zu die Show. Immer dann, wenn Andy Bernhardt und Roman Jordan aus Reudnitz ihre im Jahr 1933 und 1937 erbauten, mit Diesel und Benzin betriebenen Motore anwarfen, versammelten sich die Besucher rundherum. Sie wollten sehen, wie die jungen Männer eine Kreissäge bedienten, die allein durch den Stationärmotor in Gang gebracht wurde. „Der Strom war damals unzuverlässig, deshalb war es üblich, Kreissägen oder Schrotmühlen auf diese Weise anzutreiben“, erklärt Andy Bernhardt.
Wenn die Sonnenstrahlen an diesem wetterunbeständigen Tag die Leute im Stich ließen, flüchteten sie kurzzeitig in das große Festzelt. Dort konnten sie sich an einer leckeren Gulaschsuppe, an Grillfleisch oder Kuchen stärken, bevor sie einen weiteren Traktor unter die Lupe nahmen oder sich sogar mal auf einem durch den kleinen Veranstaltungsort Blasdorf chauffieren ließen.
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