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IRATH 31.08.2010 18:41 Uhr
Red. Seelow, seelow-red@moz.de

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Für die Mitarbeit im Amtsseniorenbeirat nicht geeignet?

Vierlinden (moz) „Unsere Kandidatin ist dem Amtsseniorenbeirat offenbar zu jung.“ So fasste Vierlindens Bürgermeister Dirk Ilgenstein in der jüngsten Beratung der Gemeindevertreter den Inhalt einer Mitteilung zum Thema „Prüfung für die Nachwahl in den Seniorenbeirat des Amtes Seelow-Land“ zusammen.

Was war passiert? Der Vertreter der Gemeinde Vierlinden im Amtsseniorenbeirat, der Friederdorfer Andreas Schilsky, hatte sein Ehrenamt in diesem Jahr aus beruflichen Gründen niedergelegt. Daraufhin war ein neuer Vertreter Vierlindens für das beratende Gremium gesucht worden. Die Gemeindevertreter waren froh, als sich mit Susann Golz aus Alt Rosenthal eine kompetente Bewerberin meldete: Die 35-Jährige ist stellvertretende Pflegedienstleiterin in der Seelower Sozialstation des Diakonischen Werkes Oderland-Spree und hat als solche täglich mit älteren Menschen und ihren Problemen zu tun.

Das Befremden der Vierlindener Abgeordneten über die jetzige Reaktion aus dem Amtsseniorenbeirat war in der jüngsten Beratung nur zu deutlich: „Die haben unsere Kandidatin abgelehnt“, sagte der Bürgermeister.

In einer E-Mail hatte die Vorsitzende des Amtsseniorenbeirates, Karin Bähler aus Falkenhagen, der Amtsverwaltung Seelow-Land mitgeteilt, man habe nach einem Gespräch mit Susann Golz festgestellt, dass eine berufstätige Mutter von zwei Kindern „nicht die ideale Interessenvertretung für die Senioren in der Gemeinde Vierlinden“ sei. Man wolle allerdings „zusammenarbeiten“.

Natürlich habe sie nicht viel freie Zeit, erklärte Susann Golz auf Nachfrage der MOZ. Allerdings sei es gar nicht dazu gekommen auszuloten, wie man die Mitarbeit im Amtsseniorenbeirat gestalten könnte. Es sei wohl vorwiegend um befürchtete organisatorische Probleme im Zusammenhang mit ihrer Teilnahme an den Beratungen des Seniorenbeirates gegangen. Sie stehe jedenfalls für die Zusammenarbeit weiter zur Verfügung, erklärte die Alt Rosenthalerin.

Die Vierlindener Abgeordneten sind jetzt auf der Suche nach einem Rentner aus der Gemeinde, der im Amtsseniorenbeirat mitarbeiten würde. Laut Hauptsatzung des Amtsausschusses obliegt dem höchsten Gremium des Amtes Seelow-Land die Berufung der Mitglieder des Beirates. Die Amtsgemeinden haben das Vorschlagsrecht. Der erste Vertreter Vierlindens im Seniorenbeirat, Andreas Schilsky, ist übrigens 49 Jahre jung. Er war sogar der Vorsitzende des Gremiums.

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